Jahrzehntelang war die Stockerhütte der Naturfreunde zwischen St. Veit an der Gölsen (Bez. Lilienfeld) und Wilhelmsburg (Bez. St. Pölten) ein populäres Ziel für Wanderer. Dann entbrannte ein Streit mit dem Landwirten, dem die Ländereien rund um die Hütte gehören – "Heute" berichtete mehrmals. Dieser versperrte den einzigen Zufahrtsweg zur Hütte, ließ sogar Gräben ausheben und sorgte so dafür, dass keine Speisen mehr geliefert werden konnten.
Entnervt warf der Pächter schließlich das Handtuch, Ende 2016 versuchte man einen Neustart. Lebensmittel wurden von da an mit dem Helikopter zur Hütte gebracht. Das Problem schien gelöst, die Hütte sperrte wieder auf. Aber nicht lange, denn es wurde Anzeige gegen die Hütte erstattet und es stellte sich heraus, dass es zwar eine Betriebsanlagenbewilligung, aber offenbar keine Baubewilligung für die 1972 errichtete Küche sowie WC-Anlage gab – zumindest war diese nicht auffindbar.
Nach nur fünf Wochen musste die Hütte den Betrieb wieder einstellen, es folgte der Abbruchbescheid. Doch jetzt kam die nächste überraschende Wende: Ein neuer Bescheid der BH Lilienfeld genehmigte jetzt alle bisher nicht bewilligten Zu- und Umbauten nachträglich. Die Hütte dürfte somit wieder aufsperren, die Naturfreunde kündigten auch bereits ein neuerliches Comeback an.
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