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Pokémon Go soll Schuld an Toten und Verletzten sein

Das Smartphone-Game Pokémon Go soll Schuld an zahlreichen Unfällen tragen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie aus den USA.
Heute Redaktion
13.09.2021, 22:23

"Death by Pokémon Go" ist der Titel einer aktuellen Studie der Wissenschaftler Mara Faccio und John J. McConnell von der Purdue University. Sie untersuchten ungefähr 12.000 Unfallberichte der Polizei von Tippecanoe County im US-Bundesstaat Indiana. Das Ergebnis: Es scheint einen Zusammenhang zwischen dem Smartphone-Spiel Pokémon Go und Verkehrsunfällen zu geben.

Pokémon Go wird auf einer Karte der echten Umwelt gespielt, nur dass sich hier kleine Taschenmonster tummeln, die gefangen werden können. An bestimmten Orten befinden sich sogenannte Pokéstops, denen man sich nähern und bei denen man anschließend digitale Gegenstände erhalten kann. Das Smartphone wird dabei per GPS geortet.

Zusammenhang zwischen Pokéstops und Unfällen

Die Wissenschaftler stellten fest, dass sich in den 148 Tagen nach dem Start des Spiels 286 Unfälle mehr als im Vorjahr ereigneten. Davon trugen sich 134 Vorfälle in der Nähe von Pokéstops zu.

Aus den 134 Unfällen resultierte ein Sachschaden von 500.000 Dollar, 31 Menschen wurden verletzt, zwei starben sogar. Inklusive anderer Forderungen und Folgezahlungen soll der Schaden ungefähr 4,8 Millionen Dollar betragen.

Tode beim Spielen sind keine Seltenheit. Die Webseite "Pokémon Go Death Tracker" verzeichnet alle Todesfälle, die im Zusammenhang mit der App stehen. Bis jetzt sind es 15 Tote und 55 Verletzte.

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(lu)

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