Für die Weltmeisterschaft der Frauen hat es in diesem Jahr bei Giulia Gwinn (33 Länderspiele, drei Tore) nicht gereicht. Die deutsche Nationalspielerin riss sich im vergangenen Jahr das Kreuzband. Obwohl die Bayern-Spielerin mittlerweile wieder fit ist, verzichtet Ex-Nati-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg auf Gwinn. Die 24-Jährige ist dafür WM-Expertin beim ZDF.
Nun wird bekannt, dass die Deutsche ein Angebot des "Playboy" abgelehnt hat. Dieser wollte die Fußballerin für ein Nacktfoto-Shooting gewinnen. "Ich respektiere den 'Playboy' als journalistisches Produkt, aber setze mich dann doch lieber als Fußballerin auf dem Platz in Szene", so Gwinn gegenüber der DPA. Zuerst hatte "Bild" von dem Interesse des Magazins berichtet.
Weiter meint die Vize-Europameisterin: "Generell glaube und hoffe ich, dass wir gerade im Vorfeld einer ganz sicher großartigen WM deutlich spannendere und wichtigere Themen zu besprechen haben."
Florian Boitin, Chefredakteur der deutschen Ausgabe des "Playboy", erklärt, wieso das Blatt die 24-Jährige abbilden wollte: "Frauenfußball ist längst keine Randsportart mehr, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Mehr noch: Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des deutschen 'Playboy' ist die Frauen-Nationalmannschaft deutlich beliebter als die männlichen Kollegen." Frauen wie Giulia Gwinn stünden sinnbildlich für den Erfolg und die Beliebtheit der deutschen Kickerinnen.
Interessant: Voss-Tecklenburg hatte nach eigenen Angaben einst als Spielerin 1989 selbst ein Angebot des "Playboy". Der "Bild" sagte sie, dass sie 15.000 Mark (etwa 7.500 Euro) dafür bekommen hätte. "Ich hätte gar kein Problem damit gehabt, mich so ablichten zu lassen. Aber ich hatte davor schon einige turbulente Ereignisse mit meinen Eltern durch. Dann wollte ich ihnen nicht auch noch das ‹Playboy›-Thema zumuten", so die 55-Jährige.