Seit 87 Jahren prägen die Filialen der Bäckerei Taumberger das Stadtbild von Klagenfurt. Jüngst wurden sie vom Lifestyle-Magazin "Falstaff" unter die zehn besten Krapfenbäcker Kärntens gewählt.
Nun hat das Familienunternehmen "nach reiflicher Überlegung" beschlossen, die Hälfte ihrer Standorte zu schließen. "Aufgrund von Personalmangel", wie es in einem Aushang heißt.
Während die Filialen am Fleischmarkt, in Feschnig und in der Bahnhofstraße weiterhin geöffnet bleiben, sperren laut dem Nachrichtenportal "5min" jene am Domplatz, in der Mießtaler Straße und in der Villacher Straße.
Erst jüngst musste auch die bekannte Bio-Vollwert-Bäckerei Gradwohl 13 ihrer 17 Filialen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation zusperren. Warum trifft gerade Bäckereien die Pleitewelle derzeit mit voller Wucht? Alexander Meinschad vom Kreditschutzverband (KSV) erklärt gegenüber "Heute": "Es handelt sich dabei um sehr energieintensive Betriebe, die die hohen Energie- und Rohstoffkosten deutlich zu spüren bekommen. Und das über einen mittlerweile recht langen Zeitraum."
Außerdem werden die Backshops in den großen Supermarktketten "immer mehr zum Problem" für die Bäckereibetriebe.