Gutachten sollen weitere Aufschlüsse in dem Mordfall von Taufkirchen an der Pram (Bezirk Schärding) bringen. Für den Anwalt des 18-Jährigen, der am 26. Oktober seine 68-jährige Großmutter getötet haben soll, ist eine Manipulation des Burschen durch den Großvater die einzig denkbare Erklärung für die Tat. Der 72-Jährige selbst bestreitet das. Sein Mandant habe bereits bei seiner ersten Einvernahme zu Protokoll gegeben, dass sein Opa das tun werde, sagte Peter Vogl, Anwalt des Jugendlichen und seiner Familie.
die einzig denkbare Erklärung für die Tat. Der 72-Jährige selbst bestreitet das. Sein Mandant habe bereits bei seiner ersten Einvernahme zu Protokoll gegeben, dass sein Opa das tun werde, sagte Peter Vogl, Anwalt des Jugendlichen und seiner Familie.
Die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis hat bei der Gerichtspsychiaterin Adelheid Kastner Gutachten bestellt. Diese sollen nicht nur das Abhängigkeitsverhältnis darstellen, sondern auch, inwieweit der Jugendliche in der Lage war, sich gegen den Druck des Großvaters zu wehren, erklärte der Verteidiger. "Unstrittig ist, dass mein Mandant selber kein Motiv hat", so Vogl.
Der Teenager habe ein Tatgeständnis abgelegt und befindet sich wie der 72-Jährige in Untersuchungshaft. Der Jurist hat ausführlich mit seinem Mandanten gesprochen. "Es geht ihm nicht gut, es arbeitet in ihm." Es sehe so aus, als ob ein starkes Abhängigkeitsverhältnis bestanden habe, das dazu verwendet wurde, den 18-Jährigen zu manipulieren, so der Anwalt.
Das ergebe sich aus der Darstellung des Jugendlichen und der Persönlichkeit seines Großvaters. "Für niemanden in der Familie ist die Tat sonst erklärbar", betonte Vogl.