Kerzen und Blumen an der Unglücksstelle in Sankt Pölten erinnern an das furchtbare Drama um Julian. Seine Eltern, seine Klassenkameraden und Fussballkumpel stehen unter Schock. Viele Anrainer halten die Kreuzung für gefährlich. Auch die kurzen Grün-Phasen der davorliegenden Ampel verunsichern.
Julian († 8) starb nur wenige Gehminuten von seinem Elternhaus entfernt. Tiefe Trauer herrscht am Tag danach im St. Pöltener Stadtteil Spratzern. Friedrich Kaufmann, Obmann des ASV Spratzern: „Julian hat bei uns Fußball gespielt, wir können es nicht fassen.“ Erika Hnilicka, Pensionistin aus Spratzern: „Ein Schranken wäre gut. Vor über 20 Jahren hatten wir hier noch einen, aber den haben sie uns einfach weggenommen.“
Manuel Bock (27), Arbeiter in Spratzern: „Ein schrecklicher Unfall. Ich denke, dass der Bub durch die kurze Grün-Phase irritiert gewesen sein könnte.“ Johannes Peham von der St. Pöltner Polizei: „Auf dieser Kreuzung kommt es immer wieder zu Unfällen. Vor einiger Zeit war eine Schrankenanlage im Gespräch.“
Joachim Lielacher