Vergangenen Freitag kurz vor 3 Uhr: Die Polizei meldet sich bei der Tierrettung Oberösterreich mit einer bitteren Nachricht. In Ansfelden (Bez. Linz-Land) liegt ein kleiner Hund vor einem Haus am eisig harten Boden. Er atmet nur mehr oberflächlich.
Die Ausführungen der Tierschützer schockieren: Die Besitzerin, "sichtlich alkoholisiert", habe erklärt, dem 13 Jahre alten Vierbeiner einen Ball geschmissen zu haben. Dann sei er durchs offene Fenster fünf Meter in die Tiefe gesprungen.
"Was natürlich unmöglich der Fall sein konnte", schenkt der Verein der Frau keinen Glauben. Die Tierrettung verweist auf die Höhe, in der das Fenster angebracht ist. Sie ist überzeugt, dass die Halterin den Hund hinuntergeworfen habe. Und weiter: "Es war ein Wunder", dass Mops "Muffi" überhaupt noch gelebt hat.
Die Polizisten handelten jedenfalls sofort: Sie wickelten den Hund, der vor Schmerzen wimmerte, in eine Decke und warteten auf die Helfer. Man habe den Beamten angesehen, wie nahe ihnen die Situation ging, so die Organisation.
Der Transport des armen Tieres gestaltete sich besonders schwierig: Er musste unterbrochen werden, um es zu reanimieren und mit Sauerstoff zu versorgen.
Dann ging es in die Tierklinik Alkoven (Bez. Eferding), wo alles unternommen wurde, um Muffi das Leben zu retten. Nach zwölf Stunden befand er sich endlich in einem stabilen Zustand.
Halterin noch nicht einvernommen
Es wird wohl noch länger dauern, bis der tragische Zwischenfall aufgeklärt werden kann.
Wie "Heute" erfahren hat, wurde die Besitzerin noch nicht einvernommen. Auch ihr Lebensgefährte soll befragt werden.
Dann am nächsten Tag Tränen auf Facebook: "Leider hat es der kleine Mops nicht geschafft", schrieb die Tierrettung. Die inneren Verletzungen waren letztendlich doch zu groß.
„Kleiner Schatz, wir wünschen dir eine gute Reise ins Regenbogenland.“Die Tierrettung OÖauf Facebook
Die bewegenden Worte zum Abschied: "Kleiner Schatz, wir wünschen dir eine gute Reise ins Regenbogenland. Du hättest noch so gekämpft, aber den Kampf letztendlich verloren. Jetzt hast du wenigstens keine Schmerzen mehr, und da drüben warten ganz viele Freunde auf dich."