In der Nacht auf Sonntag kam es in der italienischen Provinz Piacenza zu einem filmreifen und brutalen Raubüberfall auf das Logistikzentrum von DHL in der Gemeinde Monticelli d’Ongina. Eine Gruppe von mindestens 15 Räubern hatte das Gelände gezielt angegriffen und dabei zwei Sicherheitskräfte überwältigt.
Der Gesamtschaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt. Laut italienischen Medien hatten es die Räuber hauptsächlich auf die dort gelagerten Smartphones und Tablets abgesehen.
Die Täter agierten offenbar in drei Teams und hatten ihren Überfall minutiös geplant. Um die Zufahrtswege zum Logistikzentrum zu blockieren, streuten sie Nägel auf den Straßen und zündeten zuvor gestohlene Fahrzeuge an. Dies sollte ein rasches Eingreifen der Polizei erschweren. Anschließend drangen sie mit zwei gestohlenen Lieferwagen in das Gelände ein, indem sie die Schranken niedertraten und die Sicherheitskräfte mit Sturmgewehren bedrohten.
Im Inneren konzentrierten sich die Räuber dann schnell auf die Elektronikgeräte. Laut ersten Einschätzungen könnte der gestohlene Warenwert bis zu einer Million Euro betragen. Nach dem Überfall flohen die Täter in Richtung Cremona.
Die Carabinieri sind vor Ort und haben mit den Ermittlungen begonnen. Feuerwehrleute wurden ebenfalls zur Brandbekämpfung eingesetzt.
Die genaue Schadenshöhe und die Umstände des Überfalls werden derzeit noch untersucht. Die Ermittler versuchen, weitere Zeugenaussagen und Informationen zu sammeln, um die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.