Im französischen Überseegebiet Mayotte sind durch den Zyklon "Chido" mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. In einem Spital würden zudem neun Verletzte als "absolute Notfälle" und 246 weitere Menschen als "relative Notfälle" behandelt, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt Mamoudzou, Ambdilwahedou Soumaila, der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag.
Der ungewöhnlich starke Sturm hatte auf der Inselgruppe im Indischen Ozean am Samstag eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Im Anschluss zog "Chido" in Richtung afrikanisches Festland nach Mosambik weiter.
"Um die Situation einzuschätzen, müssen wir vor Ort sein und uns die Trümmer und die völlig zerstörten Unterkünfte ansehen", sagte Minister Retailleau. Wahrscheinlich werde es Tage dauern, um die genaue Zahl der Todesopfer zu ermitteln. "Wir befürchten, dass sie hoch ist", sagte er. Wie aus seinem Umfeld verlautete, wird er am Montag in Mayotte erwartet.
Der Bürgermeister der Inselhauptstadt Mamoudzou, Ambdilwahedou Soumaila, sagte im Sender BFMTV, auch die Schäden seien enorm. Straßen seien blockiert und einige Gebiete abgeschnitten. Tausende Haushalte waren Berichten zufolge ohne Strom. Auch am örtlichen Flughafen gab es demnach Schäden.
Laut französischem Wetterdienst Météo France fegten Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 220 Kilometer pro Stunde über Mayotte. Die örtlichen Behörden hatten die Menschen dazu aufgerufen, wegen des schweren Zyklons in einer soliden Behausung Schutz zu suchen und nicht nach draußen zu gehen.
Es wurde erwartet, dass der Wirbelsturm mit starken Böen und Geschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern in die Regionen Cabo Delgado und Nampula weiterzieht. In den kommenden 24 Stunden werde mit mehr als 250 Millimeter Niederschlag gerechnet, hiess es weiter.
Das französische Überseegebiet Mayotte liegt im Indischen Ozean etwa zwischen der Küste des südostafrikanischen Landes Mosambik und dem Inselstaat Madagaskar. Etwa 310.000 Menschen leben auf der Inselgruppe.