Kurioser Fall in OÖ

Mann zieht sich aus und löst damit Polizeieinsatz aus

Kurioser Polizeieinsatz in Oberösterreich. Einem Bergsteiger wurde heiß, er zog sich aus, deponierte seine Kleidung. Das löste eine Suchaktion aus.
Oberösterreich Heute
27.03.2025, 03:00

Aufregender Tag für die Bergrettung Ebensee (Bez. Gmunden): Am Wanderweg zum Erlakogel wurden vor wenigen Tagen im Bereich einer steilen Felswand herrenlose Kleidungsstücke gemeldet. Zwei Alpinpolizisten stiegen sofort zur Fundstelle. Und tatsächlich: sie fanden warme Socken, Skiunterwäsche, eine Arbeitshose und einen Daunenparka.

Aufwendige Suche

Kurze Zeit später wurden die Drohnengruppe der Bergrettung Ebensee und die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte rückten sofort aus – sogar mit einem Hubschrauber wurde nach einer möglicherweise verunfallten Person gesucht.

Doch die Suche blieb erfolglos. Die Beamten hinterließen bei der Kleidung eine Nachricht. Erst bei Einsetzen der Dunkelheit konnten die Retter aufatmen: Ein junger Bergsteiger meldete sich telefonisch bei der Polizei.

Wanderer hatte sich ausgezogen

Laut Bergrettung Ebensee erklärte der Mann, schon drei Wochen vorher den Hochkogel bestiegen zu haben. Da sei es sehr kalt gewesen, deshalb zog sich der Wanderer diesmal extra warm an.

Beim Aufstieg wurde es dem Mann dann aber doch zu heiß: Er zog sich einen großen Teil seiner Kleidung aus und legte sie beim Weg ab. Beim Rückweg wollte der Bergsteiger sie wohl wieder aufklauben.

Er entschuldigte sich für die entstandenen Missverständnisse. Um 19.15 Uhr konnte der Einsatz somit für alle Einsatzkräfte beendet werden.

19-Jähriger stürzte 30 Meter tief

Nicht der einzige Einsatz an diesem Tag: Nur wenige Stunden zuvor – gegen 10 Uhr – wurden die Einsatzkräfte schon zu einem Unfall im Klettergarten Rindbach gerufen. Bei der Suche nach einer neuen Route rutschte ein 19-Jähriger plötzlich ab.

Der HTL-Schüler stürzte knapp 30 Meter in die Tiefe, kam am Zustieg zum Klettersektor zum Liegen. Sein Freund (19) und zwei weitere Kletterer leisteten sofort Erste Hilfe und setzten die Rettungskette in Gang.

Sechs Bergretter unterstützten bei der Bergung des Verletzten und kümmerten sich um seinen geschockten Begleiter. Nach der Erstversorgung wurde der 19-Jährige mit dem Notarzthubschrauber in das Klinikum Wels geflogen.

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