Im macLYON, dem Lyoner Museum für Zeitgenössische Kunst, können Besucher eine Ausstellung wortwörtlich hautnah erleben: Morgen, Donnerstag, eröffnet dort die Ausstellung "Incarnations" Die ausgestellten Arbeiten aus den 1960er Jahren zeigen den Körper in seiner physischen Wahrheit, als Mittel zum Experimentieren mit sich selbst und der Welt.
Für die Eröffnung hat man sich etwas Außergewöhnliches einfallen lassen. Denn um sich die Exponate ansehen zu können, müssen die Gäste nackt sein. Dadurch sollen sie sich bestmöglich mit der Kunst auseinandersetzen und von nichts abgelenkt werden. Nach der 90-minütigen Ausstellung gibt es ein Getränk und die Möglichkeit, sich mit anderen über die Erfahrung auszutauschen.
Das Museum hofft, Besucher anzuziehen, da andere gewagte Ausstellungen im ganzen Land Erfolge verzeichnen. Die Ausstellung stellt das berühmte Sprichwort des Philosophen René Descartes aus dem 17. Jahrhundert in Frage, der sagte: "Ich denke, also bin ich", da sie sich nur auf unsere geistige Existenz und nicht auf die körperliche konzentriert.
Der erste Akt der Reihe "Incarnations" läuft bis zum 9. Juli. Der zweite Akt der Ausstellung beginnt im September 2023 und thematisiert die Auseinandersetzung zwischen Körper und Umwelt.