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Künstlicher Darmausgang für Kind, das Angst vor Klo ...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:35

Jake Clark aus England hat solche Angst vor dem "großen Geschäft", dass er mit 18 Monaten beschloss, einfach nicht mehr auf die Toilette zu gehen. Schwerste Verstopfungen waren die Folge, nun bekam er einen künstlichen Darmausgang.

Jake Clark aus England hatte solche Angst vor dem "großen Geschäft", dass er mit 18 Monaten beschloss, einfach nicht mehr auf die Toilette zu gehen. Schwerste Verstopfungen waren die Folge, nun bekam er einen künstlichen Darmausgang.

Es begann, als Jake 18 Monate alt war. Seine Mutter vermutet, dass er einmal beim Stuhlgang Schmerzen hatte und danach eine krankhafte Phobie entwickelt hat. Das bedeutete: Jake ging einfach nicht mehr "groß" aufs Klo. Und das monatelang.

Die Eltern brauchten sechs Monate, um ihn davon zu überzeugen, dass Blähungen etwas völlig normales sind. Zuvor hielt er sie stets zurück oder versteckte sich, weil es ihm so peinlich war. Wenn er den Drang spürte, wurde er panisch und begann zu schreien.

 

Vier Monate kein Stuhlgang

Schwerste   waren die Folge dieses Verhaltens, der Kleine musste drei mal ins Spital eingeliefert werden. Einmal, weil er Kot erbrochen hatte. Man versuchte, ihm mit Medikamenten zu helfen, doch vergebens. Zum Schluss hatte er vier Monate lang keinen richtigen Stuhlgang.

Drei Jahre lang ging das so. Dann wurde eine Operation notwendig. Die Ärzte brauchten 2,5 Stunden, um seinen völlig ausgedehnten Darm zu entleeren. Danach bekam er einen künstlichen Darmausgang gelegt, aus medizinischer Sicht ein notwendiger Schritt.

Der Bub wird nun psychologisch betreut. Auch ein Test auf Autismus wurde gemacht. Weil sich auch seine Mutter einen falschen Darmausgang gebastelt hat, ist ihm sein Beutel am Bauch mittlerweile nicht mehr peinlich.

Mit ihrem Gang an die Öffentlichkeit möchte die Mutter andere Eltern warnen, das Thema nicht zu ignorieren. Verstopfung dürfe kein Tabu-Thema mehr sein.

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