Nach Milliardenpleite

KTM gerettet – Gläubiger nehmen Sanierungsplan an

Vorerst gute Nachrichten rund um KTM! Die Gläubiger des insolventen Motorrad-Herstellers haben dem Sanierungsplan am Dienstag zugestimmt.
Newsdesk Heute
25.02.2025, 13:56

Dienstag um 9 Uhr öffnete sich die Tür zum Schwurgerichtssaal am Landesgericht Ried im Innkreis. Für KTM ging es um die Zukunft. Im Laufe des Tages stimmen die Gläubiger über den Sanierungsplan ab. Das weitere Schicksal des Konzerns mit Hauptsitz in Mattighofen (Bez. Braunau) sollte sich um zirka 13.50 Uhr entscheiden.

Die gute Nachricht: Die Zukunft von KTM scheint zumindest vorerst gesichert. Am Dienstag haben die Gläubiger dem vorgelegten Sanierungsplan des Unternehmens zugestimmt.

Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) berichtet, hat der Sanierungsverwalter den Plan als "wirtschaftlich angemessen" betrachtet. Es würde im Ergebnis außerdem "kein realistisches Alternativszenario zum Sanierungsplanangebot" geben.

Die Gläubiger sollen eine 30-prozentige einmalige Barquote bis zum 23. Mai erhalten. "Die Bestätigung wird jedoch auch davon abhängig sein, dass die voraussichtlich bis zum 23. Mai 2025 entstehenden Fortführungskosten in der Höhe von zirka 150 Millionen Euro hinterlegt oder sichergestellt sind", betont der AKV. Die erste Tranche dieser Fortführungsgarantie, die Summe von 50 Millionen Euro, sei bereits gestern, Montag, auf einem Treuhandkonto des Verwalters eingelangt.

Investoren (noch) geheim

Geheim ist vorerst weiter, wer investieren will. Von 23 Interessenten sind noch sieben übrig. Darunter soll dem Vernehmen nach BMW und der indische KTM-Partner Bajaj sein, der angeblich 150 Millionen Euro zuschießen will.

Wie geht es jetzt weiter? Laut AKV ist geplant, dass die Produktion Mitte März wieder aufgenommen wird. Und: "Bis zum 23.05.2025 sind ca. EUR 750 Mio. zu hinterlegen oder sicherzustellen, nämlich EUR 600 Mio. für die 30%ige Quote und EUR 150 Mio. für die Fortführung. Der Name des finanzierenden Investors ist nach wie vor unbekannt.

Keine weiteren Kündigungen?

Oberösterreichs AK-Präsident Andreas Stangl sagte am Dienstagvormittag, dass er nicht mit weiteren Kündigungen rechne. Bei einem weiteren Personalabbau wäre nämlich die Produktion in manchen Bereichen gefährdet, so Stangl am Rande eines Termins in Wien.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 25.02.2025, 14:37, 25.02.2025, 13:56
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