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Koks-Katze nach "Festnahme" zur Adoption ausgeschrieben
Auf ihren samtenen Pfoten sollte eine Katze Drogen in ein Gefängnis schmuggeln. Doch der Vierbeiner ging den Behörden vor Vollendung der Tat ins Netz.
"Das Tier hatte ein Stück Stoff um den Hals gebunden", schildert der oberste Chef des Strafvollzugs von Panama, Andres Gutierrez. Eingerollt darin fanden sich Kokain, Crack und Marihuana. Aufmerksame Wachen der Anstalt Nueva Esperanza mit rund 1.700 Insassen hatten sich den tierischen Drogenkurier am Weg in ihr Gefängnis gestellt und "festgenommen" – "Heute" berichtete.
Die Drogenkatze (span. "Narcogato") wurde in ein Tierheim gebracht, wo sie zur Adoption ausgeschrieben wird. Bleibt zu hoffen, dass der nächste Besitzer des kleinen Kerlchens ihn nicht für finstere Machenschaften missbrauchen wird.
Das Büro des Staatsanwalts hat unterdessen eine Untersuchung zur Nutzung von Tieren als Rauschgiftschmuggler eingeleitet. Es ist nicht das erste Mal, dass Tiere für solche Zwecke eingesetzt werden. Besonders Brieftauben werden häufig eingesetzt.
Auch "Narcopalomas" unterwegs
Vor wenigen Jahren war in Argentinien ein florierender Drogenring aufgeflogen, den mehrere Häftlinge im Kittchen mit Hilfe von Brieftauben aufgezogen hatten. Die regelmäßigen Besuche des Federviehs flogen aber dann doch auf – und die Polizei eröffnete das Feuer. Mehr als ein Dutzend Drogentauben wurden sichergestellt, sie sollen bis zu 15 Mal am Tag mit Rauschgift im Gepäck ein und aus geflogen sein.
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