Dass ein Trump-Sieg die globale Klimakrise befeuern könnte, war Umweltexperten und Klima-NGOs schon vor der US-Wahl klar ("Heute" berichtete). Überraschend ist hingegen, dass der Klimawandel unmittelbar nach dem Triumph von Trump erneut seine Zähne zeigen würde - wie jetzt im Süden Kaliforniens.
Das schnell um sich greifende Feuer war am 6. November, dem Tag nach der US-Wahl, ausgebrochen und hat bereits Tausende Menschen aus ihren Häusern getrieben. Die Feuerwehr im Bezirk Ventura County nahe Los Angeles sprach von einem "sehr gefährlichen" Brand.
Innerhalb weniger Stunden hatte sich das "Mountain Fire" nahe der Stadt Camarillo (rund 80 Kilometer nordwestlich von Los Angeles) auf eine Fläche von 40 Quadratkilometern ausgebreitet. Die Bewohner sollten Anordnungen zur Evakuierung befolgen, sagte Sheriff Jim Fryhoff.
Die Behörden warnten vor starken und trockenen Santa-Ana-Winden, die die extreme Feuergefahr verschärfen, hieß es. Hinzu kommen vom Klimawandel befeuerte, sommerliche Temperaturen und ausgetrocknete Vegetation, die sich leicht entzündet.
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom forderte bei der nationalen Katastrophenschutzbehörde FEMA Soforthilfe zur Bekämpfung des Feuers an. Mehr als 3.500 Häuser und Geschäfte seien in der betroffenen Region bedroht.
Das Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt. Einige Personen wurden wegen möglicher Rauchvergiftungen in Krankenhäuser gebracht. Dichter Rauch lag über der Region. Auf Bildern waren verkohlte Autos und brennende Häuser zu sehen.
Einzelne Extremereignisse lassen sich meist nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Fakt ist laut Weltklimarat: Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Großbrände und Stürme häufiger und intensiver.