Geschichten zum Lachen

Kabarett-Star Klaus Eckel: "Habe ADHS im Endstadium"

Comedian Klaus Eckel bringt mit seinem humorvollen, neuen Buch "In meinem Kopf möchte ich nicht wohnen" Licht in den düsteren Alltag.
Sandra Kartik
18.02.2025, 05:45

Sein neues Werk ist dem Finanzamt gewidmet, "weil ich immer mit euch rechnen darf", bringt Klaus Eckel seine Leser zum Lachen, bevor es überhaupt richtig losgeht. Der Kabarettist und Autor widmet sich im Buch "In meinem Kopf möchte ich nicht wohnen" der "Skurrilität des Alltags". In gewohnt schnellem Tempo betrachtet der 50-Jährige alle Lebensthemen, es ist wie "TikTok zum Blättern", sagt er im "Heute"-Gespräch.

"Ich habe ADHS im Endstadium. Ich bin nicht sedierbar und brauche das doppelte Narkosemittel", beschreibt er seine Energie lachend selbst. "Für mich als Kreativer ist das ein Vorteil. Für andere Menschen ist das eher anstrengend, weil ich immer am Gas stehe." Dabei weiß Eckel: "Man muss nicht immer im fünften Gang fahren, sondern kann es auch im zweiten ruhig angehen lassen."

Bühnen-Comeback ist "zweiter Frühling"

Der Kabarett-Star will es aber derzeit lieber "voller Elan und Lust" angehen. Nach seinem "Humor-Sabbatical" tritt er nun mit seinem Programm "Wer langsam spricht, dem glaubt man nicht" im Wiener Globe und Stadtsaal auf. "Es gibt Phasen, in denen man nicht leicht und locker ist. Ich wollte aber die beste Version vom Eckel auf die Bühne bringen, nicht mit zwei Akku-Strichen", blickt er auf seine mehrmonatige Pause vor zwei Jahren zurück. "Ich habe wieder Leichtigkeit und spiele mit den Leuten", freut er sich.

"Nach einer Liebe, die kurz ermattet ist, erleben wir gerade unseren zweiten Frühling", beschreibt er seine wiedergewonnene Freude an der Bühne. Neben dem Kabarett und dem neuen Buch tüftelt Eckel auch schon an einer Theaterkomödie. "Da geht es um die letzte Tankstelle Österreichs, die 2029 zugesperrt werden soll. Für drei Männer vom Land ist sie der letzte Zufluchtsort", beschreibt er. "Zum ersten Mal wird ein Roboter Minister", so seine  Vision. Es geht um aktuelle Themen wie Landflucht, Einsamkeit, KI und Männer, die ihr gewohntes Arbeitsbild verlieren.

"Ich stürze mich in den Genuss"

Der Autor selbst ist neugierig auf die Zukunft, hat aber Respekt vor dem Älterwerden, wie er auch in seinem Buch beschreibt. "Die Kilometer nach vorne sind schon weniger, als die nach hinten", ist sich der zweifache Vater bewusst. "Ich will meine Lebenszeit nicht mit Banalitäten verbringen. Ich stürze mich in den Genuss, verbringe meine Zeit mit Menschen, die mir guttun und halte meinen Körper in Schuss."

Eckel ergänzt augenzwinkernd: "Früher haben 50-jährige Männer die Hose über dem Bauch und weiße Socken getragen, sie hatten kein Sexleben mehr. Ich stemme mich da jetzt noch zwei Jahre dagegen."

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