Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat den inmitten wiederholter Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump anstehenden Grönland-Besuch von Repräsentanten Washingtons scharf kritisiert.
Die geplanten Visiten unter anderem vom nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz und der Frau von US-Vizepräsident JD Vance setzten Grönland als auch Dänemark unter "inakzeptablen" Druck, kritisierte Frederiksen heute. "Aber es ist Druck, dem wir widerstehen werden."
Bei den US-Besuchsplänen gehe es "eindeutig nicht um die Bedürfnisse oder Wünsche Grönlands", sagte Frederiksen dem Rundfunksender DR. Es könne kein "privater Besuch" mit offiziellen Vertretern in einem anderen Land organisiert werden, fügte sie hinzu. "Deshalb muss ich sagen, dass der Druck, der in dieser Situation auf Grönland und Dänemark ausgeübt wird, inakzeptabel ist."
Die grönländische Regierung hat nach eigenen Angaben niemanden auf die Insel eingeladen – weder zu einem privaten noch zu einem offiziellen Besuch. Das erklärte die geschäftsführende Regierung in einem Facebook-Post als Reaktion auf die Aussage von US-Präsident Donald Trump, der umstrittene Besuch der Frau von US-Vizepräsident J.D. Vance, Usha Vance, in Grönland erfolge auf eine Einladung.
Wer sie eingeladen hat, ließ Trump offen. Der Besuch sei ein Zeichen der Freundlichkeit, sagte er gestern nach einem Kabinettstreffen.