Wie berichtet, sperrte das Küchenstudio MF Interieur in Ansfelden (Bez. Linz-Land) vor wenigen Wochen zu. Seit diesem Zeitpunkt war es für Kunden nicht mehr erreichbar. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich hatten daraufhin alle Hände voll zu tun.
Jetzt wurde über MF Interieur das Konkursverfahren eröffnet. Laut KSV trifft die Insolvenz etwa 25 Mitarbeiter. Die Schulden des Unternehmens stehen noch nicht fest. Dem Vernehmen nach soll es um mehr als 2,5 Millionen Euro gehen.
Besonders schlimm: Viele hatten für ihre Küchen im Voraus schon bis zu 30.000 Euro bezahlt. Ihnen bleibt nur die traurige Gewissheit, dass sie ihr erspartes Geld verloren haben. Was sollen Betroffene jetzt tun?
Laut Kammer können geschädigte Konsumenten bis zum 15. Oktober Forderungen beim Landesgericht Linz anmelden. Dafür müssen sie eine Gebühr von 25 Euro bezahlen. Sämtliche Informationen über das Verfahren sind hier zu finden.
Die Pleitewelle ist voll da: Zahlreiche Unternehmen müssen sich geschlagen geben. Die Gründe sind meist: Folgen der Corona-Pandemie, einbrechende Nachfrage wegen der Teuerung und die Krise allgemein.
AK-Präsident Andreas Stangl pocht auf eine gesetzliche Regelung: "Hohe Vorauszahlungen dürfen künftig nicht mehr oder nur gegen eine Absicherung möglich sein." Bei allen Verträgen, die unter das Konsumentenschutzgesetz fallen, sollten maximal 20 Prozent des Auftragswertes an Anzahlung verlangt werden dürfen. Einzige Ausnahme: Sie sind durch eine Bankgarantie, eine Versicherung oder ein Treuhandkonto abgesichert.