Sogar im Newsletter, der an 1000 Adressen geht, hat Top-Wirt Roland Lukesch einen Lehrlingsaufruf gestartet – keine Resonanz! Auch Tischler und Frisöre suchen vergeblich nach Lehrlingen („Heute“ berichtete). Größtes Manko: Jugendliche werden möglichst lange in der Schule gehalten und gezielte Infos über Lehrberufe fehlen oft.
„Es gibt viele Firmen, die dringend Lehrlinge suchen“, weiß Wirtschaftskammer-Chefin Sonja Zwazl. Sie will, dass die Chancen der Lehre in der Schule thematisiert werden, fordert:
- Verpflichtende Berufsorientierung in der 7. Schulstufe, bei der Schülern die Vorteile der Lehre nähergebracht werden.
- Flächendeckende Potenzial-Checks, damit die Jugendlichen ihre Talente kennenlernen.
- Eigene Praktikerberufe für alle Jugendlichen, die nicht in der Lage sind, die Anforderungen einer Lehre zu erfüllen
Oft ist die Lehre auch Karriere-Sprungbrett. Zwazl: „55 Prozent unserer Betriebe mit bis zu neun Beschäftigten werden von Lehrabsolventen geführt.“Elisabeth Czastka