Österreich

Gestrandet! Wiener Segler genießt "Coronatäne"

"Besser kann Quarantäne nicht sein": Wiener Uni-Professor darf wegen strikter Corona-Einreisebestimmungen in keinem Hafen anlegen.
Heute Redaktion
13.09.2021, 14:08

Mehr als 5.000 Österreicher sind bereits im Zuge der größten Rückholaktion der Geschichte der zweiten Republik in ihre Heimat mit Sondermaschinen zurückgeholt worden ("Heute" hat berichtet). Weitere tausende österreichische Urlauber sind noch im Ausland gestrandet - oder treiben, wie Sebastian Kummer, auf einem Segelschiff im Mittelmeer.

Mit Maschinengewehren am Anlegen gehindert

Der Wiener Universitätsprofessor segelt derzeit in der Ägäis, darf aber schon seit rund drei Wochen aufgrund der strikten Corona-Bestimmungen in keinem europäischen Hafen anlegen, wie er der "Krone" erzählte. Weder in Italien noch in Griechenland (siehe Video) noch in der Türkei habe ihm die Küstenwache "mit Maschinenpistolen im Anschlag" erlaubt zu ankern oder gar an Land zu gehen.

Kummer ist mittlerweile auf einem Solo-Trip, nachdem er seine Crew, mit der er Mitte Februar den Segeltrip in Frankreich startete, vorsorglich Anfang März in Spanien aussteigen ließ. Alleine wollte er das Segelschiff noch an sein Ziel, die Türkei, bringen - bislang ohne Erfolg.

An das Außenministerium in Wien habe er sich trotzdem noch nicht gewandt: "Mir geht es ja gut und ich bin auf meinem Katamaran auch bestens isoliert. [...] Besser kann Quarantäne eigentlich nicht sein", so der gebürtige Deutsche. Seine Vorräte würden noch für vier Wochen reichen, erst dann wolle er sich mit den österreichischen Behörden in Verbindung setzen.

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