Die Fluglinie Ryanair erhebt bereits jetzt für jede Kleinigkeit extra Gebühren - und ist dabei auch noch ziemlich streng. Jetzt soll die "Billig"-Airline aus Großbritannien noch einen Schritt weitergehen: Reisende, die sich weniger als 40 Minuten vor ihrem planmäßigen Flug am Flughafen einfinden, müssen mit einer Geldstrafe rechnen, berichtet die britische "The Sun".
Dem Bericht zufolge soll die Gebühr 100 Euro betragen. Damit wolle man Verzögerungen beim Einchecken vermeiden, lautet die Begründung laut "The Sun". Der Check-in-Schaltersei zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon geschlossen und das Boarding habe bereits begonnen. Bei so einem knappen Check-in würde es zu Störungen kommen, schreibt die Zeitung. Ganz der Wahrheit entspricht das jedoch nicht.
"Wir haben weder unsere Check-in-Politik geändert noch eine neue Check-in-Gebühr eingeführt", erklärte nun Ryanair auf Nachfrage von "Travelbook". Tatsächlich schließen die Check-in-Schalter zwar seit jeher pünktlich 40 Minuten vor der planmäßigen Abflugzeit, zu diesem Zeitpunkt gibt es jedoch keine Strafe, sondern den Zuspätgekommenen kann schlichtweg die Beförderung verweigert werden – ohne eine Erstattung zu erhalten.
Was Passagiere, die trotzdem dringend an ihr Flugziel gelangen müssen oder wollen, dann tun können: direkt auf den nächsten Flug umbuchen. In diesem Fall wird allerdings tatsächlich eine Gebühr von 100 Euro fällig. Das ist laut den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Airline die Umbuchungsgebühr bei einem verpasstem Flug und "nur gültig für weniger als 40 Minuten vor und bis zu einer Stunde nach Abflug".