Abor & Tynna, die eigentlich Attila und Tünde heißen, sind am Sprung zur großen Musik-Karriere. Die beiden Geschwister aus Wien könnten für Deutschland zum Eurovision Song Contest (ESC) nach Basel fahren. Aus etwa 3.300 Bewerbungen wurden sie neben 23 anderen Acts in den Finalisten-Kreis aufgenommen. Beim ersten TV-Vorentscheid "Chefsache ESC 2025 – Wer singt für Deutschland?" haben sie Juror Stefan Raab gleich überzeugt. Doch fix ist ihr Auftritt beim ESC ab 13. Mai damit noch nicht. Am 22. Februar steht um 20.15 Uhr auf RTL erstmal das Halbfinale vom deutschen Vorentscheid an. Wenn das Duo weiterkommt, muss es am 1. März noch das TV-Finale gewinnen.
"Für uns ist das riesig. Wir waren vorher noch nie im Fernsehen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber natürlich war auch ein bisschen Nervosität dabei", freut sich die 24-jährige Tynna im "Heute"-Gespräch. Mit einer Cover-Version von Adeles Bond-Song "Skyfall" überzeugten die Sängerin und ihr Bruder am E-Cello.
Beide Musiker sind klassisch ausgebildet, ihr Vater ist Cellist bei den Wiener Philharmonikern. Tynna spielt Querflöte und singt, Abor ist Cellist. "Unser Papa hat uns stark beeinflusst. Er hat klassische Musik, aber auch gerne Falco gehört, das ist in unserer Melodie-Welt spürbar", so die Geschwister. "Er hat mich jeden Tag unterrichtet, dafür bin sehr dankbar", ergänzt der 26-jährige Bruder. Gerade ist ihr Debütalbum "Bittersüß" erschienen.
Dass Abor & Tynna für Deutschland zum Song Contest fahren könnten, statt für ihr eigenes Land, verwundert manche Fans. Doch es gibt eine einfache Erklärung: "Unser Label kommt aus Deutschland. Die haben uns über die Ausschreibung informiert und wir haben uns beworben", erklärt Tynna. Und beide betonen: "Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass wir Österreich in den nächsten Jahren vertreten. Wir sind offen dafür. Aber uns geht’s in erster Linie um die Musik."
Sänger JJ., der für Österreich zum ESC fährt, wünschen sie viel Glück. "Wir würden uns freuen, ihn persönlich kennenzulernen – vielleicht sogar in Basel".
Doch nun steht erstmal das Vorentscheid-Halbfinale an. "Da geht’s zur Sache! Wir werden unseren ESC-Song vortragen, der ist aber noch top-secret", so das Duo voller Vorfreude. Ob er aus ihrem neuen Album stammt, wird ebenfalls nicht verraten. Entscheidend wird, so sind sich beide sicher, "wie catchy der ESC-Song wird". Derzeit sind sie in Deutschland, "proben fleißig" und tüfteln an ihren Bühnen-Outfits.
Doch auch ihr Mitbewerb ist nicht zu unterschätzen, befinden Abor & Tynna, aber jeder bringt unterschiedliche Pluspunkte mit. "Manche sind besonders starke Sänger, andere haben eine enorme Performance-Kraft. Wir wissen auch nicht genau, was die Jury sucht." Mit Stefan Raab haben sich beide jedenfalls gut verstanden. "Er ist ein sehr entspannter Typ und immer nett."