Politik

Eklat um "Frauenbild" der FPÖ-Jugend

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:33

"Lass dich nicht Linken - Echte Frauen sehen so aus!", lässt der Ring Freiheitlicher Jugendlicher (RFJ) Burgenland wissen. Dazu wurde ein Flyer veröffentlicht, der ein junges, nacktes Mädchen zeigt, das ihre Brüste mit den Händen verdeckt. "Ich brauche keinen Bart um erfolgreich zu sein", wird der Nackten in den Mund gelegt. Im Internet schwanken die Reaktionen zwischen Schock und Empörung.

Heute: Kollektives Gebet für die Freiheitliche Jugend: Herr, lass es Hirn regnen. TEIL 1
— Rudi Fußi (@rudifussi)
"Lass dich nicht Linken - Echte Frauen sehen so aus!", lässt der Ring Freiheitlicher Jugendlicher (RFJ) Burgenland wissen. Dazu wurde ein Flyer veröffentlicht, der ein junges, nacktes Mädchen zeigt, das ihre Brüste mit den Händen verdeckt. "Ich brauche keinen Bart um erfolgreich zu sein", wird der Nackten in den Mund gelegt. Im Internet schwanken die Reaktionen zwischen Schock und Empörung. Kurios: Zeitgleich prangert die FPÖ Sexismus bei einer anderen Aktion an.

Während einige User erst eine Fälschung vermuteten, offenbarte die Seite der RFJ, dass man es mit dem "Frauenbild" durchaus ernst meine. "Als erstes dieses Getöse rund um Conchita Wurst - dann das Life Ball Plakat. Wir sorgen uns um die Entwicklung der Gesellschaft. Was denken unsere Kinder, wenn Frauen Bärte tragen und mit einem Penis ausgestattet sind?", wettert Landesobmann Werner Wassicek.

Deswegen die freiheitliche Kampagne, mit der man zeigen wolle: "Frauen haben weder einen Bart, noch einen Penis!", "Frauen brauchen kein Binnen-I" und "Frauen brauchen keine Quoten". "Richtige Frauen sind bartlos!", heißt es weiter - und dem freiheitlichen Plakat nach zu urteilen auch jung, blond, blauäugig und nackt. "Wir werden die Jugend aufklären. Wir werden dafür sorgen, dass das echte Frauenbild wieder akzeptiert wird [...]", so das FPÖ-Versprechen.

Detail am Rande: Die RFJ-Aktion startete fast zeitgleich mit einer FPÖ-Aussendung. In dieser schrieb Wiens FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus von "tiefstem Sexismus", der sich "konkret an Männer mit hormonellem Stau" wende. Ziel der Kritik war aber nicht die freiheitliche Kampagne sondern die Aktion der "Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen", die , bebildert mit nackten Frauenbeinen, anbot. Hier forderte er eine Distanzierung der Parteispitze: "Viel tiefer geht es nicht mehr!".

Auf Twitter setzte es Spott und Häme:

 

Mehr oder weniger plont und deutlich plauäugig..ob die Wahl der Dame Zufall war?
— Böser Watz (@Kerweborscht)


Das ist schlecht. Gerade die mit etwas Verstand sind brandgefährlich :-/
— Böser Watz (@Kerweborscht)


.
— Daniel Roetzer (@Daniel_Roetzer)


Unglaublich dämlich.
— Ralf Tometschek (@RalfTometschek)


this is wrong on so many levels
— Iwona Wisniewska (@iwona_w)


Idioten ist nichts verboten!
— Joesi Prokopetz (@JoesiProkopetz)


Augen (thx photoshop) - Kommt auch günstiger im Lebenserhalt: so ganz ohne Kleidung
— Dietmar Gombotz (@GombotzD)


Hat ja ein ziemlich fortschrittliches Frauenbild, die FPÖ-Jugend: )
— Armin Wolf (@ArminWolf)


tun sie mal nicht so als wäre das sexistisch, die wollen nur auf die blonden Haare und blauen Augen raus.
— Andi Popp (@AndiPopp)


Frauen müssen also nackt sein für den Erfolg
— Phil (@Philip_888)


Niemals ist das echt. Das ist ne Parodie. Ich weigere mich zu glauben dass das echt sein kann
— Michael Holm (@AbendlaenderAUT)


bei der Verteilung vom Hirn sind die geschlossen aus dem Paradies ausgezogen
— Peter Bern (@pbern)


Die FPÖ hat 7 Frauen im Nationalrat. Würde mich interessieren, ob die auch finden, dass "echte Frauen" so aussehen:
— Armin Wolf (@ArminWolf)



— alexanders (@weltkomoedie)

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