Alles passiert gleichzeitig. Dürre und Unwetter führen zu Ernteausfällen, die Transportpreise legen wegen Corona um bis zu 300 Prozent zu, Verpackungen aus Glas oder Alu werden gerade deutlich teurer, sagt Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des WKO-Fachverbandes der Lebensmittelindustrie. Ergebnis: "Historische Höchststände" bei Agrarpreisen. Das hat Folgen.
In Österreich falle die Getreideernte um rund sieben Prozent geringer aus als erwartet. Brotgetreide wird knapp. Fehlendes Futtergetreide treibt den Fleischpreis.
Ernteausfälle gibt es bei Marillen, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Fruchtsäfte und Marmeladen werden teurer.
Wegen hoher Transport- und Verpackungskosten (+40 Prozent) müssen Milchprodukte um bis zu sechs Prozent zulegen, so die Molkereien.
Braugerste und Hopfen sind wegen der Wetterextreme knapp, Teuerungen sind möglich. Beim Wein ist es noch offen, wie die Lese heuer ausfällt.