Ein Oberösterreicher wollte eigentlich Gutes tun, doch jetzt ist er im Visier der deutschen Justiz: Wolfgang Wurm fuhr eine Flüchtlingsfamilie zur Grenze - und wurde wegen Schlepperei angezeigt.
Ein Oberösterreicher wollte eigentlich Gutes tun, doch jetzt ist er im Visier der deutschen Justiz: Wolfgang Wurm fuhr zur Grenze – und wurde wegen Schlepperei angezeigt.
Nach einem beruflichen Termin entdeckte Produktdesigner Wolfgang Wurm (47) eine Flüchtlingsfamilie beim Autobahnknoten Salzburg-Mitte auf dem Weg nach Deutschland. Er hatte Mitleid mit den Syrern – vier Erwachsene und ein Mädchen – und fuhr sie zur bayrischen Grenze.
"Dort fragte ich einen deutschen Polizisten, wo ich die Flüchtlinge hinbringen soll." Wurm wurde sofort festgenommen, verhört, bekam eine Leibesvisitation verpasst und verbrachte sieben Stunden lang in einer Gefängniszelle.
Dazu kommt noch eine Anzeige wegen schwerer Schleuserei, worauf ein Strafrahmen von bis zu zehn Jahren Haft steht.
"Ich bin vielleicht naiv und ein Gutmensch, aber sicher kein Schlepper. Ich wollte helfen und jetzt stehe ich mit einem Bein im Gefängnis", sagt Wurm, der auf die Milde der Justiz hofft.