Tiere

Studie zeigt – Hauskatzen essen auch Leichen

Heute Redaktion
13.09.2021, 14:39

Hast du dich schon mal gefragt hat, ob deine Mieze dich fressen würde, wenn du tot bist? Makabere Studie zeigt – Ja, würde sie wohl, aber anders als gedacht.

Böse Zungen munkeln ja, dass Katzen an den Gesichtern ihrer toten Besitzer knabbern würden, so sich die Gelegenheit dazu bietet. Wie Forscher von der Colorado Mesa Universität (USA) nun zeigen, fressen Hauskatzen, wenn es notwendig ist, tatsächlich tote Menschen. Die Wissenschaftler berichten im Fachmagazin "Journal of Forensic Sciences" von verwilderten Hauskatzen, die sich teilweise über Wochen von bestimmten Leichen ernährten.

Katzen bevorzugten bestimmte Leiche und Körperteile

Wissenschaftlerin Sara Garcia und ihr Team untersuchen auf einer Freiluft-Leichenfarm ("Body-Farm") den Verwesungszustand von Leichen freiwilliger Spender. Zwei verwilderte Hauskatzen, eine getigerte und eine schwarze Mieze, schlichen sich laut den Forschern auf das Gelände und knabberten dort über Wochen zwei bestimmte Leichen an. Die Forscher beobachteten die Tiere über Kameras und untersuchten die leblosen Körper regelmäßig auf Biss-Spuren.

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Die beiden Hauskatzen tauchten über Wochen unabhängig voneinander auf und kehrten in der Folge immer wieder dorthin zurück. Auch nachdem eine der Leichen für eine Woche mit einem Käfig bedeckt wurde, kehrte die Katze zu ihr zurück. Obwohl die Auswahl an Leichen auf dem Gelände groß war, blieben die Miezen bei ihrer ersten Wahl und ignorierten die anderen.

Bevorzugte Körperstellen der Katzen: Beide Katzen suchten sich eine bestimmte Leiche aus, zu der sie immer wieder zurückkehrten. Nicht das Gesicht war interessant, sondern weiche Körperteile wie Arm, Bauch oder Brust und jene Körperstellen, an denen die Forscher vorher genäht oder Nadeln reingesteckt hatten.

Ergebnisse könnten wichtig für Kriminalistik sein

Die ausgewerteten Daten von Garcia und ihrem Team können zum Beispiel Forensikern helfen, den genauen Todes-Zeitpunkt eines Menschen zu ermitteln.

"Verwilderte Hauskatzen sind in den USA und vielen anderen Teilen der Welt weit verbreitet. Wenn wir das Verhalten dieser Aasverwerter verstehen, können wir auch durch sie hervorgerufene Gewebeschäden zum Todeszeitpunkt oder während der Verwesung besser erkennen und unterscheiden", schreiben Garcia und ihr Team.

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