Der Schrecken sitzt Alexander Mair noch tief in den Knochen. Was der Filmemacher erlebt hat, eignet sich als Stoff für ein Krimi-Drehbuch. Vergangene Samstagnacht wurde der neue BMW X1 des Filmemachers vor seinem Haus in Kufstein (T) angezündet. Die Flammen breiteten sich bedrohlich schnell aus. Der 37-Jährige und seine Lebensgefährtin konnten rechtzeitig gerettet werden, das Auto ist komplett ausgebrannt.
Die Polizei konnte den mutmaßlichen Brandstifter bereits kurz nach der Tat verhaften. (Es gilt die Unschuldsvermutung.) Dieser ist kein Unbekannter für Mair, sondern ein Mann, mit dem der Regisseur von "Teddybär" vor etwa einem Monat einen Autounfall hatte. "Ich habe nichtsahnend seinen Wagen überholt. Er hat mich daraufhin geschnitten und ausgebremst. Ich bin leicht in sein Auto gerutscht", erzählt Mair im "Heute"-Gespräch, wie alles begann.
"Ich bin dann ausgestiegen, um den Schaden zu begutachten. Der wütende Lenker war ein knapp zwei Meter großer Mann mit blauen Haaren. Er hat geschrien, mit den Fäusten auf mein Auto geschlagen und mich geschubst", schildert Mair den Angriff. "Ein couragierter Passant ist zum Glück dazwischen gegangen, wer weiß, wie das sonst ausgegangen wäre."
Der 37-Jährige meldete den Vorfall und erstattete Anzeige bei der Polizei. "Die Ermittler konnten dann bestätigen, dass der Fahrer mich wirklich geschnitten hat. Das zeigt die Video-Überwachung ganz klar". Doch genau das wurde ihm zum Verhängnis. Denn die Versicherung des Blauhaarigen übernahm den Sachschaden an Mairs Auto nicht, weil der Unfall offensichtlich mit Absicht herbeigeführt wurde.
Der Anwalt des Filmemachers klagte die Schadensumme ein und löste damit wohl auch die dramatischen Folgen aus. "Nur wenige Tage, nachdem er die Klage zugestellt bekommen hat, wurde mein Auto angezündet. Das war Rache", ist der Tiroler überzeugt. Auf Facebook zeigt sich der Wut-Lenker martialisch mit Handfeuerwaffen. Diese Gewaltbereitschaft bekam nun offenbar auch Mair zu spüren.
In der Nacht des mutmaßlichen Anschlags erwachte seine Partnerin von der Alarmanlage. "Die hat uns wahrscheinlich das Leben gerettet. Sie ist beim BMW X1 sehr empfindlich, das war unser großes Glück." Denn als das Paar die Flammen draußen sah, merkte es auch schon bald, dass es daheim eingekesselt war. Zum Glück konnte die Feuerwehr den Brand schnell und rechtzeitig löschen.
Im Auto des Mannes, der nun als Verdächtiger in Haft sitzt, wurde eine Zündschnur und ein Zettel mit Mairs Wohnadresse gefunden, schildert der Filmemacher. "Deshalb konnten ihn die Beamten auch so schnell verhaften." Am Dienstag hat die Polizei nun die U-Haft des mutmaßlichen Brandstifters verlängert.