Niederösterreich

Blaue Bauern wollen rot-weiß-rote Wende in Agrarpolitik

"Der Bauer zuerst! Zeit für die rot-weiß-rote Wende in der Agrarpolitik", hieß das Motto bei der Pressekonferenz der FPÖ-Bauern.
Niederösterreich Heute
03.03.2025, 10:32

"Seit dem EU-Beitritt 1995 gab es in NÖ ein massives Bauernsterben. Wenn nicht rasch gehandelt wird, wird die heimische Landwirtschaft früher oder später verschwinden. Die Folgen wären für Natur, Lebensmittelversorgung, Wirtschaft, Wohlstand sowie das Ehrenamt am Land dramatisch", sagte der internationale Agrar-Experte und Freiheitliche Bauern-Obmann OÖ, Arthur Kroismayr, bei der heutigen Pressekonferenz in St. Pölten.

Ganz oben auf der Liste der Problemverursacher für die Bauern stünde "die katastrophale Agrarpolitik der EU mit lebensfremden Projekten". "Um dem systematischen Bauernsterben entgegenzuwirken, haben wir Freiheitliche ein engagiertes und fachlich detailliertes Regierungsprogramm mit dem Bauernbund erarbeitet. Doch die ÖVP ließ diese Koalition platzen, das Ampel-Regierungsprogramm ist bloß die vertiefte Fortsetzung des EU-Bauernvernichtungsprogrammes. Die Familienbetriebe werden durch die erhöhte Abhängigkeit von Mercosur weiter geschwächt, gleichzeitig steigen die Auflagen erheblich", mahnte der Agrar-Experte.

"Mit noch mehr Auflagen zugedeckt"

Leider seien viele entlastende Maßnahmen wie Lebensmittelherkunftskennzeichnung, Runterfahren der nationalen Regelungen, vereinfachte Kontrollen, Entbürokratisierung, klares Bekenntnis zur Forstwirtschaft, Inflationsausgleich uvm. übergangen worden.

"Statt der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit setzt die Zuckerl-Regierung auf eine global ausgerichtete Klimaschutzpolitik. Anstatt der Entlastung unserer Bauern und der Stärkung der nachhaltigen Produktion gesunder Lebensmittel für unsere Bevölkerung, wird unsere Landwirtschaft am Altar wild gewordener Eurokraten geopfert. Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes und Tierwohles werden unsere Bauern mit noch mehr Auflagen zugedeckt", so Arthur Kroismayr.

Ins selbe Horn stieß der Freiheitliche Bauern NÖ-Spitzenkandidat und Nationalrat Peter Schmiedlechner: "Kaufkraftverlust, Auflagen-Wahnsinn, Vollspalten-Ende, EU-Diktat und vieles mehr hat immer mehr Landwirtschaften in den Abgrund geführt. Der Bauer darf nicht weiter Bettler und Bittsteller sein, die Ketten der Förder-Knechtschaft müssen gesprengt werden."   "Es gilt, endlich das Grundproblem der Landwirtschaftskammer an der Wurzel zu packen. Denn die vielen Scheine der Kammer kommen nie nur in die Nähe der vielen Betriebe, die diese Gelder wie einen Bissen Brot brauchen. Das Geld der Landwirtschaftskammer wird oft für die eigenen Günstlinge verwendet. Aber: Die Landwirtschaftskammer ist kein Selbstbedienungsladen für die eigenen Parteigünstlinge."

Freiheitliche Bauern NÖ Spitzenkandidat und Nationalrat Peter Schmiedlechner
FPÖ Niederösterreich

"NÖ als Erdnussland darzustellen, ist ein Pflanz"

Als Beispiel nannte Schmiedlechner ein AMA-Sujet für heimische Erdnüsse. "NÖ als Erdnussland darzustellen, ist ein Pflanz und vermutlich nur einer Person, dem Landwirtschaftskammer-Vizepräsidenten, geschuldet."

Am 9. März könne man in der Landwirtschaftskammer eine Kehrtwende einleiten: "Ohne freiheitliche Kehrtwende geht das Bauernsterben munter weiter. Die ÖVP stellte vier Jahrzehnte den Landwirtschaftsminister, somit müssten die Bauern die am besten vertretene Berufsgruppe sein. Nur das sind sie eben nicht, weil die EU-hörige ÖVP und der Bauernbund die Bauern dreist belogen, verkauft und verraten hat", so Schmiedlechner weiter. "Die Freiheitlichen Bauern brauchen am 9. März jede einzelne Stimme. Denn nur mit der freiheitlichen Agrarpolitik hat die Landwirtschaft eine Zukunft."

Gemeinsames Fazit von Schmiedlechner und Kroismayr: "Stirbt der Bauer, stirbt das Land, ist mehr als eine Floskel, es ist die bittere Wahrheit."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.03.2025, 10:36, 03.03.2025, 10:32
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