Nach der Gemeinderatswahl blieb in Baden kein Stein auf dem anderen. Die stimmenstärkste Volkspartei verlor acht Mandate, damit fast jeden zweiten Wähler. Eine Dreier-Koalition ist notwendig. So starteten in der zweiten Februarwoche 2025 die Koalitionsgespräche zwischen VP, SP und Bürgerliste.
"Obwohl wir Freiheitliche mit einem Plus von 11 % die deutlichen Wahlsieger sind, soll in Baden an uns vorbei eine Regierung gebildet werden", stellt FP-Obmann René Hansy fest. "Die Bürger wollen, dass wir Verantwortung übernehmen", ist auch der freiheitliche Spitzenkandidat und Gemeinderat Gottfried Forsthuber überzeugt: "Unsere Stadt ist in einem kritischen Zustand, stark verschuldet. Jetzt heißt es zusammenarbeiten. Wir bieten der möglichen Koalition ein Arbeitsübereinkommen an."
Das sei aber nur möglich, "wenn wir Freiheitliche mitgestalten können". ergänzt FP-Stellvertreter Carmen Schnedl. Man sei den Wählern besonders verbunden. "Wir haben als Einzige eine Bürgerbefragung umgesetzt. Die Anliegen der Bürger finden sich in unserem Wahlprogramm. Bei der Umsetzung sind wir gerne behilflich, wenn wir ein seriöses Angebot zur Mitarbeit bekommen", so Forsthuber.
Zentrale Motive der freiheitlichen Wähler seien vor allem "mehr Bürgerbeteiligung, die Grüne Zonen abschaffen, Geldverschwendung stoppen, Citybus statt Reisebus, mehr für Kinder und Familien, Tourismus und Wirtschaft wiederbeleben".
Bei der Gemeinderatswahl legten die Freiheitlichen Baden ca. 11 % auf 14,76 % bzw. von einem auf sechs Mandate zu. Über eine mögliche Koalition verhandeln derzeit allerdings die Volkspartei mit den Sozialdemokraten und der Bürgerliste Wir Badener. Die Angelobung des neuen Stadtparlamentes soll spätestens am 11. März 2025 erfolgen.