Die Corona-Impfung wurde im Verlauf der Pandemiezu einem der ganz großen Aufregerthemen. Auch während die Zahlen der Erstimpfungen mittlerweile auf niedrigem Niveau stagnieren und die Impfpflichtvorerst ausgesetzt bleibt, erhitzt das Thema ab und an noch immer die Gemüter der Bevölkerung.
Nun wurde durch eine parlamentarische Anfrage bekannt, wie viel der Staat für die Impfungen ausgegeben hat. Die FPÖwollte nämlich die exakte Summe vom zuständigen Gesundheitsminister Johannes Rauchwissen. Der Grünen-Politiker kam dem Begehren der Freiheitlichen nach.
Insgesamt 475 Millionen Euro hatte Österreichbis Ende April 2022 für die Beschaffung diverse Corona-Vakzine im Verlauf der Pandemie ausgegeben. Für dieses Geld wurden 37,87 Millionen Impfdosen nach Österreich geliefert, 23,51 Millionen gehörten dabei der Marke von Biontec/ Pfizer. Rund 5,52 Millionen Dosen lieferte AstraZeneca, fast 4,93 Millionen Moderna, knapp 2,62 Millionen Novavaxund 1,29 Millionen Janssen (Johnson & Johnson).
Von den bisher gelieferten Impfdosen wurden jedoch erst 56 Prozent verimpft. Demnach sind nach Auskunft des Gesundheitsministeriums noch immer 16,7 Millionen Impfdosen in Lagern untergebracht. Mehr als eine halbe Million Vakzine, nämlich genau 517.880, mussten sogar bereits entsorgt werden, da das Ablaufdatum überschritten wurde.
Im Durchschnitt kostete eine Impfung den Staat 15,82 Euro, deutlich höher waren hingegen die Ausgaben für die Corona-Tests. Bis zu 2,6 Milliarden Euro hatte man bis Ende Mai für diese ausgegeben. Mit Blick auf den Herbst und weitere Vorgaben verwies Rauch jedenfalls auf einen Variantenplan, der je nach Situation variable einsetzbar wäre.