Der Darwinfrosch aus Chile soll nun im Londoner Zoo gezüchtet werden.
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53 klitzekleine Darwin-Frösche sollen ihre ganze Art erhalten, indem sie sich innerhalb eines Zucht- und Forschungsprogramms im Zoo von London brav fortpflanzen. Eigentlich war es um sie bis vor kurzem gar nicht so schlecht bestellt, aber ein verheerender Pilz in den Wäldern des "Parque Tantauco" in Süd-Chile dezimierte die Frosch-Population um 90 Prozent.
Die Darwinfrösche, oder auch "Nasenfrösche" sind nur etwa drei Zentimeter groß und reagieren generell sehr sensibel auf Veränderungen in ihrem natürlichen Umfeld. Da 2023 nun eine erneute Erhebung wieder ein vermehrtes Auftreten des sogenannten "Chytrid-Pilzes" feststellen musste, sind viele Wissenschaftler nun der Meinung, dass man dringend handeln müsse, um die Art erhalten zu können.
Der Chytridpilz kommt bereits seit den 80ern überwiegend in Mittel- und Südamerika, aber auch in Australien vor und dezimierte bereits zahlreiche Amphibienarten.
Obwohl er in den 20er Jahren nur in Afrika bei den Krallenfröschen vorkam und diese immun gegen seine negativen Auswirkungen sind, wurde er vom Menschen aufgrund der damaligen Frosch-Schwangerschaftstest fast in die ganze Welt verbreitet. Forscher sprechen deshalb von einer regelrechten Epidemie des Chytridpilzes.
Wir konnten den Pilz mithilfe des "Apothekerfrosches" in die ganze Welt verbreiten:
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Dem Frosch wurde der Morgenurin einer potenziell Schwangeren injiziert. Begann er spätestens 12h später zu laichen, war die betroffene Frau schwanger.
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In Europa werden die Krallenfrösche zum Problem, weil sie größer und robuster als heimische Froscharten sind und ihnen die Nahrung streitig machen.
Gary Retherford / PhotoResearchers / picturedesk.com
Der Krallenfrosch (Xenopus laevis) wird auch Apothekerfrosch genannt.
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Ursprünglich ist seine natürliche Verbreitung ausschließlich auf den Kontinent Afrika beschränkt.
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Seine Verwendung als Labortier, aber auch seine Beliebtheit als Aquariumtier lässt ihn aber mittlerweile weltweit auch in freier Wildbahn finden.
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Bis in die 60er Jahre wurden die Krallenfrösche vor allem für einen Schwangerschaftstest herangezogen.
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Dem Frosch wurde der Morgenurin einer potenziell Schwangeren injiziert. Begann er spätestens 12h später zu laichen, war die betroffene Frau schwanger.
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In Europa werden die Krallenfrösche zum Problem, weil sie größer und robuster als heimische Froscharten sind und ihnen die Nahrung streitig machen.
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Der Krallenfrosch (Xenopus laevis) wird auch Apothekerfrosch genannt.
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Ursprünglich ist seine natürliche Verbreitung ausschließlich auf den Kontinent Afrika beschränkt.
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Besondere Quaxis
Natürlich gibt es kein Argument, auch nur irgendeine Art aussterben zu lassen, aber beim Darwinfrosch wäre es ganz besonders schade, da sie ein äußerst interessantes Brutpflegeverhalten an den Tag legen. Das Weibchen legt unbefruchtete Eier ab, die das Männchen befruchtet. Sobald die ersten Larven schlüpfen, nimmt der Vater die Kleinen ins Maul und ernährt sie dort von einem Sekret, das in seinem Kehlsack gebildet wird. Erst bereits im Froschstadium spuckt das Männchen seine "Kinder" aus und lässt sie ziehen. Faszinierend!
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