Wirtschaft

Ernteausfälle – ein Liter Olivenöl kostet bald 11 Euro

Die extreme Trockenheit in den Sommermonaten stellt die Olivenölproduktion in Italien vor neue Herausforderungen. Die Preise werden drastisch steigen.
Newsdesk Heute
03.10.2023, 05:11

Aufgrund von Problemen bei der Olivenölproduktion in Italien klettern die Preise auf ein Rekordhoch. Grund dafür sind das schlechte Wetter im Mai und Juni, sowie die Trockenheit in den Sommermonaten. Die Produktion droht gegenüber 2022 um die Hälfte zu sinken. Das wirkt sich negativ auf die Preise aus, berichtet die APA.

Preisanstieg im Großhandel von 30 bis 40 Prozent

Gennaro Sicolo, Präsident von Italia Olivicola, rechnet für die kommende Saison mit einem Preisanstieg im Großhandel von 30 bis 40 Prozent: "Wir Erzeuger werden einen Liter Öl für neun Euro pro Kilo verkaufen, und in den Regalen wird das italienische Öl zehn bis elf Euro pro Liter kosten."

Für die Endkundinnen und -kunden käme das einem Anstieg von 30 Prozent gleich, so Sicolo. Da die Kosten aufgrund der Dürre und der geringen Produktion im gesamten Mittelmeer-Raum gestiegen seien, wird der Preis für Olivenöl zumindest in den nächsten zwei Jahren nicht sinken, sagte Sicolo laut Medienberichten.

Regenfälle behinderten Bestäubung

Ende September begann die Olivenernte in Sizilien, in diesen Tagen beginnt sie in Kalabrien und Apulien. Vor allem in Mittelitalien wird mit erheblichen Ernteausfällen gerechnet, da die Regenfälle im Mai und Juni die Bestäubung der Olivenbäume während der Blütezeit beeinträchtigt haben.

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