Tipp für Autofahrer

Winterreifen! Darum brauchen sie jetzt mehr Luftdruck

Der Frühling ist da und damit steht für Autofahrer wieder einmal ein Reifenwechsel an. Was dabei zu beachten ist, erklären zwei Experten.
Heute Life
26.03.2025, 08:19

Sobald die Temperaturen steigen, ist das für Autofahrer ein Zeichen, ihren Wagen frühlingsfit zu machen. Dazu gehört auch der zweimal jährlich anstehende Reifenwechsel. Über den Sommer lagern Kfz-Besitzer den nicht benötigten Reifensatz oft in der Garage oder dem Keller.

Ob diese Orte geeignet sind und worauf bei Temperatur, Position und Versicherungsschutz zu achten ist, erklären die ERGO-Experten Peter Schnitzler und Janna Poll.

Die Einlagerung richtig vorbereiten

Ein Reifenwechsel an sich ist fix erledigt. Alte Räder ab und neue wieder drauf. "Doch so einfach ist das nicht", erklärt Peter Schnitzler, Kfz-Experte von ERGO. "Damit die Pneus lange fahrtüchtig bleiben, gilt es, die Einlagerung sorgfältig vorzubereiten." Dafür Räder und Felgen zunächst auf Beschädigungen wie Beulen oder Risse prüfen und die Profiltiefe checken. Sind die Reifen nicht mehr verkehrssicher oder beträgt die Profiltiefe weniger als 1,6 Millimeter, ist es ratsam, sie zu entsorgen.

Autofahrer, die ihre Reifen und Felgen einlagern wollen, sollten diese nach dem Abmontieren gründlich reinigen. Um die Zuordnung beim nächsten Wechsel zu erleichtern, empfiehlt Schnitzler, die Position – vorne oder hinten, linke oder rechte Seite – mit Kreide auf der Lauffläche zu notieren. Außerdem sei es sinnvoll, den Luftdruck um 0,5 bar zu erhöhen. Das gleicht den Druckverlust während der Lagerung aus und schont das Material.

Den idealen Standort finden

Allerdings ist ein nicht benötigter Reifensatz nicht gerade platzsparend. Einen passenden Lagerort zu finden, ist für viele Autofahrer gar nicht so leicht. Zumal nicht jeder Ort für die empfindliche Gummimischung der Räder geeignet ist. "Extreme Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Schmier- oder Lösungsmittel sowie Chemikalien können die Haltbarkeit der Pneus stark beeinflussen", erklärt der Kfz-Experte.

„Ein kühler, dunkler und trockener Ort ist am besten geeignet, beispielsweise der Keller oder die Garage.“

"Für die Einlagerung ist ein kühler, dunkler und trockener Ort am besten geeignet, beispielsweise der Keller oder die Garage." Autofahrer sollten hierbei freie Rettungswege sowie weitere Brandschutzvorschriften einhalten. Wem zu Hause der Platz fehlt, der kann seinen Reifensatz bei vielen Autohäusern, Werkstätten oder Reifenhändlern gegen eine Gebühr unterbringen. Schnitzler rät dann, ein Einlagerungsprotokoll anzufertigen, um Ärger vorzubeugen.

Auf die Position kommt es an

Für die optimale Lagerung ist besonders die Position der Reifen ausschlaggebend. "Räder ohne Felgen sollten Autofahrer am besten hochkant aufstellen und alle vier bis sechs Wochen um 90 Grad drehen", so Schnitzler. Das schont das Material, verhindert eine einseitige Belastung und eine daraus resultierende Deformierung. Kompletträder sind hingegen am besten übereinanderliegend auf einer ebenen Fläche unterzubringen. Alternativ eignen sich auch spezielle Felgenbäume, Regale oder Wandhalterungen für die Einlagerung.

Wie und wo sind Reifen versichert?

Ein Großteil geht davon aus, dass alles, was sie im eigenen Keller oder der Garage lagern, automatisch über die Hausratversicherung vor Diebstahl oder Schäden durch beispielsweise einen Brand geschützt ist. "Doch das ist ein Trugschluss", so Janna Poll, Versicherungsexpertin von ERGO. "Dies ist von den Vertragsbedingungen der abgeschlossenen Police abhängig." Ob die Versicherung bei gestohlenen oder beschädigten Rädern leistet, kommt häufig auf den Einzelfall sowie die konkreten Lagerungsbedingungen an. Viele Teilkasko-Versicherungen schließen unter Verschluss eingelagerte Reifen ein.

Poll empfiehlt daher, die vereinbarten Leistungen umfassend zu prüfen. Auch in Werkstätten sowie bei Reifen- und Autohändlern können Autofahrer nicht immer davon ausgehen, dass ihre eingelagerten Pneus versichert sind. Denn viele Betriebshaftpflichtversicherungen schließen sie ebenfalls aus. "Hier gilt daher: Lieber vorher nachfragen, um nachträglichen Ärger zu vermeiden", ergänzt die Versicherungsexpertin.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.03.2025, 08:23, 26.03.2025, 08:19
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