Nach den Drohungen vor einigen Wochen wurde ein verdächtiger Schweizer ausgeforscht. Dann herrschte Ruhe – bis jetzt. Am Donnerstag gingen bei den Landespolizeidirektionen Oberösterreich und Steiermark erneut Warnungen ein.
Am frühen Nachmittag kam das Mail an. Das Ziel einmal mehr: der Linzer Hauptbahnhof, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten". Auswirkungen auf den Bahnverkehr gab es dieses Mal nicht. Das Areal musste auch nicht in größerem Umfang abgesperrt werden, zu einer Evakuierung kam es ebenfalls nicht.
Gefunden wurde einmal mehr nichts. Der Einsatz konnte nach knapp zwei Stunden wieder beendet werden, hat "Heute" von der Polizei erfahren. Feststeht: Das Droh-Mail wurde erneut von der Adresse in der Schweiz verschickt.
Auch die steirischen Kollegen bekamen wenig erfreuliche Post: Die Drohung richtete sich gegen das Akademische Gymnasium am Grazer Tummelplatz, so die "Kleine Zeitung". Das Glück: Wegen der Herbstferien befanden sich keine Schüler im Gebäude, es gab keine Evakuierung.
„Wir nehmen jede Drohung ernst.“Fritz GrundnigPressesprecher der Polizei
Die Polizei traf dennoch alle notwendigen Vorkehrungen: "Wir nehmen jede Drohung ernst", wird Pressesprecher Fritz Grundnig zitiert. Ein Großaufgebot an Beamten befand sich vor Ort, sie durchsuchten die Räumlichkeiten auf Sprengstoff.
Die Serie an Bombendrohungen reißt seit Wochen nicht ab. Zuletzt betroffen: die Stellungskommission des Bundesheeres in Linz. Sie musste vorübergehend geräumt werden.
Bahnhöfe, Schulen und Einkaufszentren: An die 30-mal kam es in Summe zu derartigen Zwischenfällen. Glück im Unglück: Jedes Mal konnte nach einiger Zeit Entwarnung gegeben werden.