Unsere deutschen Nachbarn kommen aus der Bahn-Krise nicht heraus. Schon wieder stehen die Züge still, für Dienstag hat die Lokführergewerkschaft GDL erneut zum Streik aufgerufen. Im Personenverkehr soll ab 2 Uhr früh für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt werden.
Das trifft auch Österreich – "in diesem Zeitraum können ÖBB-Züge grenzüberschreitend von/nach Deutschland nur eingeschränkt fahren", informieren die ÖBB auf ihrer Website.
Die Informationen beziehen sich auf den Stand Montagnachmittag. Die ÖBB ersuchen Kunden, sich vor Antritt einer Fahrt auf der Website aktuell zu informieren – und nicht dringende Reisen am besgten auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.
Nicht betroffen von dem Streik ist die private Westbahn. "Unsere Züge fahren zu 100 %", bestätigt das Unternehmen auf "Heute"-Anfrage.
Fahrgäste mit einem Fernverkehrsticket der ÖBB oder der Deutschen Bahn können die Westbahn-Züge zwischen Salzburg und München an den Streiktagen ohne Zusatzkosten nutzen. Für die Strecke von Salzburg bis Wien zahlen diese Fahrgäste dann 50 Euro, bis Linz kostet es 25 Euro. Diese Tickets sind nur im Zug erhältlich.
Möglich ist, dass zu guter Letzt doch alle Züge fahren – die Deutsche Bahn hat gegen den neuerlichen, kurzfristig angekündigten Streik beim Arbeitsgericht Frankfurt am Montag Klage eingereicht.
Hintergrund des Arbeitskampfs sind Forderungen der Gewerkschaft nach mehr Geld und Arbeitszeitverkürzung für die Lokführer – 35-Stunden-Woche (derzeit 38 Stunden) bei vollem Lohnausgleich. Erst vergangene Woche hatten die Lokführer 36 Stunden gestreikt.