Muss Manolo Portanova für sechs Jahre ins Gefängnis? Der 22-Jährige soll am 30. Mai 2021 in Siena gemeinsam mit fünf weiteren Tatverdächtigen eine 21-jährige Frau in deren Wohnung vergewaltigt haben. Der Genoa-Profi wurde in Italien in einem "Schnellverfahren" zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Der Italiener weist die Vorwürfe von sich, gab an, dass der Geschlechtsverkehr mit der jungen Frau einvernehmlich stattgefunden habe. "Ich habe von meinem Vater und vom Sport gelernt, allen, insbesondere Frauen, einen gesunden Respekt entgegenzubringen. Der psychische Schaden, den das Mädchen erlitten hat, schmerzt mich", erklärte Portanova.
Neben dem Fußballer wurde auch sein Onkel Alessio Langella angeklagt und zu sechs Jahren Haft verurteilt. Außerdem soll die junge Frau eine Entschädigung von 120.000 Euro erhalten.
Langezeit galt Portanova als Zukunftshoffnung des italienischen Fußballs. Der 22-Jährige bestritt drei U-21-Länderspiele für die italienische Nationalmannschaft, stand für den Zweitligisten Genoa in der laufenden Spielzeit zwölfmal auf dem Platz. Im Januar 2021 wechselte er für zwölf Millionen Euro von Juventus Turin zum Klub von ÖFB-Legionär Stefan Ilsanker.
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