Die US-Open-Siegerin von 2021 ist in ihrer Zweitrundenpartie beim Turnier in Dubai am Platz in Tränen ausgebrochen. Offenbar soll ein Stalker Raducanus anwesend gewesen sein, der die Britin zu weinen brachte. Die 22-Jährige hatte bereits zuvor mit Stalker-Problemen zu kämpfen.
Die Profiorganisation WTA teilte mit, ein Mann habe am Montag im öffentlichen Bereich ein "fixiertes Verhalten" gegenüber Raducanu gezeigt und später bei ihrem Match gegen die Tschechin Karolina Muchova in der ersten Reihe auf der Tribüne gesessen. Er sei von den Zuschauerrängen verbannt worden und werde von allen WTA-Events ausgeschlossen, "bis eine Gefährdungsbeurteilung vorliegt."
Die junge Britin Raducanu brach im ersten Satz beim Stand von 0:2 in Tränen aus, sprach mit der Schiedsrichterin und versuchte sich hinter dem Stuhl der Unparteiischen zu verstecken. Gegnerin Muchova tröstete Raducanu, die sich immer wieder mit dem Handtuch die Tränen aus den Augen wischte. Die Partie wurde wenig später fortgesetzt, Raducanu verlor mit 6:7 (6), 4:6.
Die Organisation kündigte an, Maßnahmen einzuleiten: "Die Sicherheit der Spielerinnen hat für uns oberste Priorität und die Turniere werden über die besten Sicherheitspraktiken für internationale Sportveranstaltungen informiert. Die WTA arbeitet aktiv mit Emma und ihrem Team zusammen, um ihr Wohlergehen zu gewährleisten und die notwendige Unterstützung zu bieten."
Bereits 2022 war ein Mann wegen Stalkings von Raducanu zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Zudem erhielt er ein fünfjähriges Kontaktverbot. Die Identität des Mannes in Dubai war zunächst nicht bekannt.
2021 hatte Raducanu sensationell als Qualifikantin die US Open in New York gewonnen, seitdem läuft die 22-Jährige allerdings der Weltspitze hinterher. Aktuell ist sie die Nummer 61 im WTA-Ranking.