"Blau-Schwarz darf nicht Schule machen" – unter diesem Motto droht am kommenden Freitag ein groß angelegter Schulstreik in Wien. Die Aktion Kritischer Schüler_innen Wien ruft zur Demo gegen eine mögliche FPÖ-ÖVP-Regierung auf.
Ob Wiens Schülerinnen und Schüler an diesem Schulstreik teilnehmen dürfen bzw. von der Schule dafür freigestellt werden, muss aber schulautonom entschieden werden. Einer, der das jedenfalls nicht erlauben möchte und sich klar dagegen ausspricht, ist Christian Klar, Direktor der Franz Jonas Europaschule (Wien-Floridsdorf).
Seit 2012 ist Klar Schulleiter der Mittelschule, die rund 400 Schüler zählt. Außerdem ist er seit 2020 ÖVP-Bezirksvorsteher-Stellvertreter im 21. Bezirk. "Die Teilnahme an einem parteipolitischen Streik werde ich sicher nicht genehmigen. Freistellungen wird es nicht geben", hält er im Gespräch mit "Heute" fest. Er glaubt aber, dass das an seiner Mittelschule kein großes Thema sein werde.
„Für eine Demo gegen politische Parteien wird es sicher keine Freistellung geben!“Christian KlarMittelschuldirektor
Die Wiener Landesschüler:innenvertretung (LSV Wien) und eine Reihe weiterer Jugendorganisation rufen die Schülerinnen und Schüler am 14. Februar zur Teilnahme am Schulstreik in der Wiener Innenstadt auf. "Eine Regierung, die unsere Zukunft gefährdet, ist keine Regierung für die Jugend", begründet Levi Lansky, Mitorganisator des Streiks.
Politische Bildung hält Direktor Klar für wichtig und richtig. Für Demonstration, bei denen es etwa um Verbesserungsvorschläge für das Bildungssystem geht, hat er durchaus Verständnis. "Einer Demo für oder gegen bestimmte Parteien stimme ich aber sicher nicht zu. Das sollen die Schüler dann außerhalb der Schule machen, wenn sie möchten", sagt er.