People
Große Trauer – Lugner-Stargast Belafonte ist gestorben
Harry Belafonte begleitete Richard Lugner als erster Stargast zum Opernball. Der Sänger ist nun im Alter von 96 Jahren verstorben.
Er war eine Musiklegende, Bürgerrechtler und begleitete Richard Lugner (90) als erster Stargast zum Opernball: Harry Belafonte verstarb am Dienstag, dem 25. April mit 96 Jahren, wie die "New York Times" berichtet. Die Todesursache soll eine Herzinsuffizienz gewesen sein. Besonders sein Hit "Banana Boat Song" verhalf dem Musiker zu großer Berühmtheit.
Geboren und aufgewachsen in dem New Yorker Ghetto, kehrte der Sänger 1935 gemeinsam mit seiner Mutter und den beiden Brüdern den Vereinigten Staaten den Rücken zu und zog nach Jamaika. Vier Jahre später kehrte die Familie zurück in die USA, wo Belafonte die Highschool besuchte und im Zweiten Weltkrieg der US Navy beitrat. Sein Herz schlug jedoch seit jeher für Schauspielerei und Musik. Besonders karibische Folksongs und der afro-karibische Musikstil Calypso galten als seine Spezialität.
Vom "King of Calypso" zum Menschenrecht-Aktivist
In den 1950er Jahren wurde er zum Star und löste mit seinem Album, auf dem ebenfalls der "Banana Boat Song" zu finden war, einen regelrechten Calypso-Hype aus. Am Ende der 1960er Jahre galt der "King of Calypso" als einer der erfolgreichsten schwarzen Künstler, was zu dieser Zeit nur wenigen gelang.
Abseits seiner musikalischen Karriere engagierte sich Belafonte auch wesentlich im Bereich der Menschenrechte. Er setzte sich besonders gegen die Apartheid und den Vietnamkrieg ein und unterstützte bereits in den 50er Jahren afrikanische Studenten durch Stipendien in den USA. Der Kampf für seine sozialistischen Ideale, den Frieden sowie die Anti-Atomkraft-Bewegung führten ihn weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus, auch nach Europa. Unter anderem war der Menschenrechtler mehrmals in Österreich zu gegen und begleitete 1992 Richard Lugner zum Wiener Opernball.