Die italienische Top-Favoritin Federica Brignone fuhr im ersten Riesentorlauf-Durchgang der Konkurrenz auf und davon. Alice Robinson aus Neuseeland hatte als erste Verfolgerin bereits 67 Hundertstel Rückstand, Paula Moltzan aus den USA auf Zwischenrang drei gar 1,24 Sekunden.
Doppelt so viel Rückstand bekam Scheib aufgebrummt. Die als größte ÖSV-Hoffnung gehandelte Steirerin lag zur Halbzeit auf dem zehnten Zwischenrang, mit dem deutlichen Rückstand von 2,50 Sekunden, war trotzdem die beste ÖSV-Läuferin.
Scheib schüttelte nach der Zieldurchfahrt beim Blick auf den großen Rückstand den Kopf, erklärte dann ihre erste Gedanken: "Dass die Zeit nicht stimmen kann. Ich habe keine Ahnung, wo ich die Zeit aufgerissen habe", so die Top-Riesentorläuferin sichtlich ratlos.
"Ich bin unten ein bisschen schlampig geworden, habe gemerkt, dass ich keinen Zug aufbauen kann, habe das nicht zurückbekommen, was ich sonst bekomme. Offensichtlich ist es langsam gewesen", haderte Scheib. "Von der Linie habe ich es oben gut erwischt. Anscheinend habe ich keinen Zug bekommen", rätselte Scheib.
Österreichs Frauen-Cheftrainer Roland Assinger nahm seine Athletinnen dann aber in Schutz, sprach eine schlechter werdende Piste an. "Bei circa Nummer sieben, acht ist ein Schnitt entstanden, waren die Rückstände eklatant hoch. Es ist schon sehr speziell heute", erklärte Assinger. Nun brauche es einen klassischen Scheib-Lauf. Die ÖSV-Riesentorläuferin ist für ihre besonders starken zweiten Durchgänge bekannt.