Das "gelbe U-Boot" versenkte überraschend den deutschen Serienmeister. In Spanien feierte Villarreal gegen desolat auftretende Bayern einen hochverdienten 1:0-Erfolg, in München kamen die Bayern nicht über ein 1:1-Remis hinaus.
Grund genug für Matthäus, auf die Bayern-Führungsetage loszugehen. "Die Verantwortlichen redeten das 1:1 schöner, als es war", kritisierte Deutschlands Rekordspieler in einer "Kicker"-Kolumne. "Drei Großchancen sind nicht Bayern-like. Anspruch und Qualität sind eigentlich höher. Es mangelte am Selbstverständnis, an Eins-gegen-eins-Situationen, an der Zielstrebigkeit nach vorne. Die klassische FC-Bayern-DNA fehlt, Verunsicherung hat sich eingeschlichen", analysierte der Ex-Münchner weiter.
Danach knöpfte sich Matthäus seinen ehemaligen Mitspieler, den aktuellen Bayern-Vorstandsvorsitzenden, Oliver Kahn vor. "Er hat als Spieler Klartext geredet. Es wäre schön, wenn er dahin zurückkehren würde. Er kann nicht sagen, dass man mit der eigenen Leistung zufrieden ist und bei Villarreal die Taktik nicht gesehen. Wenn dies das Anspruchsdenken des FC Bayern ist, dann ist er in die falsche Richtung gerudert", so der 61-Jährige weiter.
Fakt ist jedenfalls, dass die Bayern nur noch deutscher Meister werden können - und dies wohl auch tun. Im Pokal schieden die Münchner bereits aus, nun auch in der Champions League. Eine Saison mit nur einem Titel bezeichnete Coach Julian Nagelsmann bereits als "nicht ausreichend". Kahn selbst meinte nach dem Ausscheiden gegen die Spanier: "Wir werden nicht in Tränen ausbrechen."