Ein angeblicher Messer-Raub in der Wiener Donaustadt war offenbar frei erfunden, das berichtet die Pressestelle der Landespolizeidirektion Wien am Mittwoch in einer Aussendung. Angefangen hatte alles am Montag (10. Februar 2025) als ein 54-Jähriger in die Polizeiinspektion Wagramer Straße gekommen war, um Anzeige wegen schweren Raubes zu erstatten.
Der Österreicher gab an, sich gegen 6.45 Uhr auf dem Weg zur Arbeit befunden zu haben, als er plötzlich auf der Straße von zwei unbekannten Männern angesprochen wurde. Unter Vorhaltung eines Messers hätten diese ihn zur Herausgabe seiner Wertgegenstände genötigt. Der 54-Jährige habe den beiden Männern seinen Rucksack, in dem sich hochpreisige Elektronikgeräte befunden hätten, sowie eine Tasche mit teurem Elektrowerkzeug ausgehändigt.
Mit der Beute seien die Täter daraufhin in einem dunklen Fahrzeug in unbekannte Richtung geflüchtet. Im Zuge der Übernahme der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, wurde das vermeintliche Opfer am nächsten Tag erneut vernommen.
Dabei gestand der 54-Jährige, dass er den Raub vorgetäuscht hatte, um in weiterer Folge den vermeintlich entstandenen Schaden in Höhe eines vierstelligen Euro-Betrages bei seiner Versicherung geltend zu machen. Der 54-Jährige wurde wegen des Verdachts der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung angezeigt