Um kurz nach 4 Uhr in der Früh wachten am Freitag zwei Geschwister in einem Einfamilienhaus in Jeging (Bez. Braunau) plötzlich auf. Sie bemerkten, dass es irgendwo im Haus brannte. Sofort liefen die zwei ins Freie, schlugen Alarm. Die beiden Kinder (11 und 15 Jahre) waren laut ersten Informationen alleine zu Hause, weil die Mutter in der Arbeit war.
An dem Reihenhaus hatte aus bisher ungeklärter Ursache die Holzfassade Feuer gefangen.
Die Feuerwehren Jeging und Pfaffstätt rückten mit einem Großaufgebot an, auch die Rettung war im Einsatz. Die beiden Kinder wurden in einem Nachbarhaus versorgt. Sie mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden, es geht ihnen aber gut.
Ein Nachbar hat versucht, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Er konnte die Flammen eindämmen, dürfte aber eine Rauchgasvergiftung erlitten haben. Als die Feuerwehr das Geschehen bereits unter Kontrolle hatte, kam es zu einer dramatischen Situation.
"Kurz bevor der Einsatz abgeschlossen war, hat ein Nachbar wegen der Aufregung und vermutlich, weil er Rauchgase eingeatmet hat, einen Kreislaufkollaps erlitten", wird der Feuerwehrkommandant in den OÖN zitiert. Der Mann musste (wie die Kinder auch) ins Krankenhaus Braunau gebracht werden.
Erst am Donnerstag hatten die zuständigen Behörden in Oberösterreich vor den Gefahren von Bränden in Einfamilienhäusern gewarnt. Feuerlöscher und Brandmelder sollten unbedingt immer in der Nähe sein.