Niederösterreich
"Kein Cent mehr da" – Gnadenhof wegen Teuerung am Ende
Seit 23 Jahren betreibt Familie Friesenegger einen Gnadenhof für alte, kranke Tiere, begleitet sie bis zum Tod. Die Teuerungen machen es nun schwer.
Das Herz von Marianne Friesenegger schlägt für Tiere. Jahrzehnte ist sie bereits ehrenamtlich im Tierschutz tätig, im Jahr 2000 gründete sie schließlich ihren eigenen Verein "Hoffnung für Tiere".
Die Niederösterreicherin wollte alten und kranken Vierbeinern, die niemand mehr wollte, helfen. Nach langer Suche nach einem geeigneten Areal, eröffnete sie schließlich ihren Gnadenhof in Weikersdorf am Steinfelde (Bezirk Wr. Neustadt-Land). "Es musste sehr viel renoviert werden, und auch Hundezwinger sowie Unterbringungen für Katzen und andere Tiere haben wir gebaut. Die Arbeiten dauerten knapp ein Jahr, dann konnten wir mit unseren Tieren einziehen", schreibt sie auf ihrer Website.
Schöner Lebensabend
In den vergangenen 23 Jahren kümmerte sie sich gemeinsam mit ihrer Familie um Hunderte Tiere, die zu Beginn noch vermittelt wurden, danach konzentrierte man sich auf die Rasse "Unvermittelbar", die aufgenommenen Vierbeiner durften bei ihr den Lebensabend verbringen, die Familie begleitete sie bis zum letzten Atemzug, machte den "Gang über die Regenbogenbrücke" für ihre Schützlinge so angenehm wie möglich.
"Insgesamt sind es immer so 80 bis 90 Tiere, die bei uns sind – darunter Hunde, Katzen und Kleintiere", erzählt sie "Heute".
Doch finanziell so knapp wie derzeit, war es noch nie. "Wir sind in ca. einer Woche am Ende! Dies ist ein letzter Hilferuf, länger als ein paar Tage gehts nicht mehr, dann ist kein Cent mehr da. (...) Unsere Konten sind bis auf ein paar Euro leer", heißt es nun auf der Facebook-Seite des Vereins.
Miete, Spezial-Futter, Medikamente
Die Teuerungen rund um Miete, Spezial-Futter sowie Medikamente für chronisch kranke Tiere, Strom und Heizen brechen dem Verein nach fast einem Viertel-Jahrhundert sprichwörtlich das Genick.
"Wir sind ein privater Familienbetrieb ohne kommerzielle Ziele, bekommen keinerlei Unterstützung aus öffentlicher Hand und sind auf Spenden von tierlieben Menschen angewiesen. Der einzige Zweck unseres Gnadenhofes ist die Versorgung von verstoßenen Tieren, die sonst keine Chance auf ein Überleben haben. Es ist sehr schwer, immer für alles, was unsere Tiere brauchen, aufzukommen und wir freuen uns über jede noch so kleine Unterstützung", hofft man nun auf tierliebe Spender, die dem Verein – und damit Hunderten Tieren – das Überleben sichern.
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Spendenkonto:
Verein "Hoffnung für Tiere"
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BIC: GIBAATWWXXX