Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu hat nach einem Treffen mit dem neuen US-Aussenminister Marco Rubio eine "gemeinsame Strategie" beider Länder für den Gazastreifen verkündet. "Wir haben Trumps mutige Vision für die Zukunft des Gazastreifens diskutiert und werden daran arbeiten, dass diese Vision Realität wird", sagte Netanyahu am Sonntag nach seinem Gespräch mit Rubio vor Journalisten in Jerusalem.
US-Präsident Donald Trump will den vom Krieg zerstörten Gazastreifen komplett räumen und nach eigenem Bekunden zu einer "Riviera des Nahen Ostens" umbauen. Die dort lebenden 2,4 Millionen Palästinenser sollen demnach nach Jordanien und Ägypten umgesiedelt werden. Der Vorstoß stößt in der arabischen Welt, aber auch bei westlichen Verbündeten der USA (wie etwa Deutschland) auf Ablehnung.
Rubio forderte nach seiner Unterredung mit Netanyahu die Zerstörung der radikalislamischen Hamas. "Die Hamas kann nicht als militärische oder Regierungskraft weitermachen", sagte der US-Außenminister. Die Palästinenserorganisation müsse "eliminiert" werden.
In Israel ist indes eine von US-Präsident Donald Trump freigegebene Lieferung schwerer Bomben eingetroffen. "Eine kürzlich von der US-Regierung freigegebene Lieferung schwerer Fliegerbomben wurde in der Nacht in Israel in Empfang genommen und entladen", teilte das israelische Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Die Regierung von Trumps Vorgänger Joe Biden hatte die Lieferung der MK84-Bomben wegen des Gaza-Kriegs zurückgehalten.
Am Samstagabend war Trumps Außenminister Marco Rubio auf seiner ersten Nahost-Reise in Israel eingetroffen. Nach Gesprächen in Israel will er die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudiarabien besuchen.
Trump tritt als unerschütterlicher Unterstützer Israels auf. Er hatte unter anderem daran mitgewirkt, dass Mitte Jänner eine Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas zustande gekommen war. Zuletzt war Trump unter anderem in der arabischen Welt mit seinem Vorstoß auf Ablehnung gestoßen, den vom Krieg zerstörten Gazastreifen komplett zu räumen und die dort lebenden 2,4 Millionen Palästinenser nach Jordanien und Ägypten umzusiedeln.