Drei Beschuldigte vor Gericht

Hunde bei Minusgraden eingesperrt und Katzen gequält

Unfassbarer Fall von Tierquälerei: Einer Züchterin wurden gleich 55 Hunde und Katzen abgenommen. Die Pfotenhilfe berichtet von verheerenden Zuständen.
Oberösterreich Heute
17.01.2025, 07:54

"Heute" hat über den Fall ausführlich berichtet: Bereits vor knapp zwei Jahren musste die Beschuldigte aus dem Innviertel die Vierbeiner abgeben. Die Behörde hatte kurz zuvor wegen mehrfachen Quälens ein Halteverbot erteilt.

Es gab Ermittlungen der Staatsanwaltschaft – laut Pfotenhilfe Lochen (Bez. Braunau) wegen illegalen Tierhandels und schweren gewerbsmäßigen Betrugs. Die Organisation erstattete zusätzlich Anzeige "wegen zigfacher Tierquälerei".

Die Hunde und Katzen wurden mittlerweile zum größten Teil an neue Besitzer vermittelt. Zwei Jahre nach dem aufsehenerregenden Vorfall müssen sich drei Personen – für sie gilt die Unschuldsvermutung – vor dem Landesgericht Ried verantworten. Der Vorwurf der Verhandlung am kommenden Montagnachmittag: Vergehen der Tierquälerei, der Strafrahmen: zwei Jahre Haft.

Pfotenhilfe-Sprecher Jürgen Stadler erinnert sich an die schockierende Situation 2023: "Die Hunde waren bei Minusgraden in dunkle Verschläge und Container gesperrt." Der Zustand der 27 vorwiegend Rassekatzen sei erbarmungswürdig gewesen.

"Sie waren bei einem Nachbarn am zugigen Dachboden bei Minusgraden mit gefrorenem Wasser und ausschließlich großen Brocken Hundetrockenfutter versteckt und kurz vor dem Verdursten", berichtet der Tierschützer. Die Katzen hätten weder Toiletten noch Schlafplätze gehabt und seien zwischen Gerümpel in ihren eigenen Fäkalien gesessen.

„Die Katzen waren am Dachboden bei Minusgraden mit gefrorenem Wasser und großen Brocken Hundetrockenfutter versteckt.“
Jürgen StadlerPfotenhilfe-Sprecher

"Ihre verzweifelten Schreie waren ohrenbetäubend und herzzerreißend, als wir sie mit dem Amtstierarzt von dort befreit haben", so Stadler. Eine Savannahkatze – ihre Haltung ist in Österreich verboten – sei in einem Käfig unter Schmutzwäsche versteckt gewesen. Einem Hund habe man außerdem illegalerweise die Ohren kupiert.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 17.01.2025, 10:03, 17.01.2025, 07:54
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