Bei einem letzten Zwischenergebnis der Auszählung für die US-Wahl führt Hillary Clinton mit 58.874.061 Stimmen vor Donald Trump mit 58.842.289 Stimmen. Hintergrund: das US-Wahlsystem.
Bei einem letzten Zwischenergebnis der Auszählung für die US-Wahl führt mit 59.638.751 Stimmen (47,7 Prozent) vor Donald Trump mit 59.434.798 Stimmen (47,5 Prozent). Hintergrund: das US-Wahlsystem.
Donald Trump wird bereits als 45. Präsident gefeiert. Der republikanische Immobilien-Milliardär hat mehrere umkämpfte Swing States wie Florida, Ohio und North Carolina für sich entschieden - der Schlüssel zum Sieg.
Wie ist das möglich, wenn er weniger Stimmen bekommen hat? Denn es könnte sein, dass nicht derjenige Kandidat der künftige Präsident der Vereinigten Staaten sein wird, der die meisten Wählerstimmen bekommt hat, sondern die meisten Wahlmännerstimmen (bei 4,9 Prozent noch nicht ausgezählten Stimmen).
Da die Wahl über die Wahlmänner der einzelnen Bundesstaaten entschieden wird, hilft der Demokratin ihr Vorsprung nichts. Denn: Aufgrund der der überragenden Bedeutung des Mehrheitsprinzips kann es eben vorkommen, dass ein Kandidat Präsident wird, der zwar die Mehrheit der Wahlmännerstimmen erhält, aber nicht die Stimmenmehrheit der Wähler.
Zuletzt war das im Jahr 2000 der Fall. Der Demokrat Al Gore hatte rund 544.000 Stimmen mehr als der Republikaner George W. Bush erhalten - aber vier Wahlmännerstimmen weniger.
Und so geht´s weiter: Die Wahlmänner kommen 41 Tage nach der Wahl, also am 19. Dezember, in den Hauptstädten ihrer jeweiligen Bundesstaaten zusammen und geben formal ihre Stimme für den Kandidaten ab, den zu unterstützen sie versprochen haben. Am Jahresanfang werden die Stimmzettel in Anwesenheit beider Kammern des neugewählten Kongresses formell ausgezählt. Das Ergebnis ist natürlich schon vorher bekannt.