Wetter- oder Erdbeben-Opfer? Die Ruine Türkensturz über Gleißenfeld am Rande der Buckligen Welt hat ihren Halbmond verloren. Der Grund: Das Ausflugsziel in der Gemeinde Scheiblingkirchen-Thernberg im Bezirk Neunkirchen stürzte jetzt zum Teil ein.
Rund die Hälfte des mehrere Meter hohen Turms krachte in die Tiefe, wie die "Bezirksblätter" berichten. Was der Auslöser für den Felssturz war, ist derzeit noch unklar: Weder Unterspülungen aufgrund der schweren Regenfälle, noch die zahlreichen Erschütterungen in Form von Erdbeben seit Ende März können ausgeschlossen werden.
Der Zugang zur Ruine sei derzeit jedenfalls gesperrt. "Und wir suchen den Halbmond. Der konnte in der Dunkelheit nicht gefunden werden", wird Scheiblingkirchens Bürgermeister Johann Lindner von den "Bezirksblättern" zitiert.
Die Ruine Türkensturz ist ein beliebtes Ausflugsziel in den Wiener Alpen. Der Legende nach wurden dort im Jahr 1532 versprengte Gruppen der Türkenbelagerung von Bauern in den Abgrund getrieben. Fürst Johann von Liechtenstein ließ 1824 vor dem Abgrund eine künstliche Ruine zum Schmuck der Landschaft errichten.