Insolvenz schockt Musikszene

Elektro-Kultfestival vor dem Aus – Firma ist pleite

Schock für tausende Fans: Die Veranstalter des Beatpatrol-Festivals sind insolvent – die Zukunft des Events steht auf der Kippe.
Christoph Weichsler
31.03.2025, 13:09

Bässe, Beats und ekstatische Nächte – für viele Fans der elektronischen Musik ist das Beatpatrol Festival das Highlight des Jahres. Doch jetzt der Schock: Die Veranstalterfirma TIGGER ENTERTAINMENT GmbH ist pleite. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung wurde eröffnet – das bedeutet: Ein Insolvenzverwalter übernimmt das Ruder.

Laut Kreditschützerin Venka Stojnic (Creditreform) hat die Firma heute selbst Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 38 Gläubiger, es geht um eine Gesamtsumme von rund 500.000 Euro.

Festival-Chaos führte in den Ruin

Die Ursache: Das Festival 2024 musste kurzfristig von der Marx Halle nach Wien, dann ins Design Center Linz verlegt werden. Diese Umplanung riss ein tiefes Loch in die Kasse – hohe Kosten, aber deutlich weniger Einnahmen. Zwei Zusatz-Events konnten das Minus nicht mehr ausgleichen.

Auch für 2025 ist die Lage düster: Ein passender Veranstaltungsort konnte nicht gefunden werden. Ohne Bühne wird es kein Beatpatrol geben.

15 Jahre Beats – und jetzt das?

Seit 2009 bringt das Beatpatrol Festival die größten Stars der Elektronik-Szene nach Österreich: Avicii, Tiësto, Paul van Dyk, Moby, u.v.m. – über 30.000 Besucher pro Jahr tanzten auf verschiedenen Floors. Nach Stationen in St. Pölten und der Marx Halle Wien ist aktuell unklar, ob und wie es weitergeht.

Keine Mitarbeiter – kaum Hoffnung?

Das Unternehmen beschäftigt aktuell keine Dienstnehmer. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit 20 Prozent Quote innerhalb von zwei Jahren angeboten.

Gläubiger haben noch bis 6. Mai 2025 Zeit, ihre Forderungen anzumelden. Die entscheidende Sanierungsplantagsatzung findet am 24. Juni 2025 statt.

{title && {title} } CW, {title && {title} } Akt. 02.04.2025, 11:23, 31.03.2025, 13:09
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