Die Jobs im sogenannte MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sind immer noch stark männlich geprägt. Das will die Stiftung MINTality nun ändern und schreibt deshalb ein "Superpraktikum" aus, dessen Gehalt mit 5.324 Euro für einen Monat (inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) so hoch ist wie ein durchschnittlicher Fach- und Führungskräftelohn im MINT-Bereich.
Die Stiftung möchte damit junge Frauen gezielt auf "die extrem guten und ausgesprochen fair bezahlten Zukunftsmöglichkeiten im MINT-Bereich aufmerksam machen". Schließlich seien nur 22 Prozent der Tech-Jobs in der EU weiblich besetzt.
"Nach wie vor sind technische Jobs stark männlich assoziiert. Durch falsche Rollenbilder werden Frauen entmutigt und von Tech-Jobs ferngehalten. MINTality möchte diese Rollenklischees aufbrechen und ganz gezielt junge Frauen dazu ermutigen, selbst in eine Welt einzutauchen, die Lösungen für die Zukunft der Menschheit entwickelt. Und klar wollen wir mit der Aktion auch aufzeigen, wie gut man im MINT-Bereich verdienen kann", so Stiftungsvorständin, seit 2017 auch VP-Nationalratsabgeordnete, Therese Niss am Donnerstag.
Für diesen besonderen Job – der für Spätsommer oder Herbst avisiert ist – werden konkret Schülerinnen und junge Frauen gesucht. Sie sollen neugierig sein, begeisterungsfähig und reiselustig, betont Niss.
"In unserem MINTernship, wie wir es nennen, geht es darum, einer jungen Frau Einblick in eine Welt zu geben, die jeden Tag alles daransetzt, dass unser Alltag reibungsloser abläuft. Dass unser Leben täglich einen Schritt besser wird – und vor allem umweltverträglicher", so die Salzburgerin.
Deshalb solle die Superpraktikantin auch in jedem der in der Stiftung integrierten Unternehmen Zeit verbringen, um möglichst viel von diesem Innovationsgeist der heimischen Industrie aufnehmen zu können.
Bewerbungen bis 7. Juli 2023 an: [email protected]
MINTality Stiftung / Schottenring 16/3 / Haus der Philanthropie, 1010 Wien
Die MINTality Stiftung hilft nach eigenen Angaben "Mädchen dabei, ihre Potenziale dort zu entfalten, wo sie sich selbst, Österreich und der Welt besonders weiterhelfen". Das eben in den MINT-Berufen.
Die Stiftung fördere gezielt Maßnahmen, die das technische und naturwissenschaftliche Interesse von Mädchen wecken, und unterstütze sie dabei, dieses Interesse bis zur Berufsentscheidung aufrechtzuerhalten. Man wolle das Selbstvertrauen von Mädchen stärken und eine nachhaltig positive Wirkung auf die Gesellschaft entfalten.